Ein Wald in den Tropen, so üppig, so grün, das pralle Leben, möchte man denken. Die Fotos, die Carlos Soares auf seinem Laptop hochlädt, scheinen wie Bilder aus dem Paradies. Doch jeder weiß: Der brasilianische Regenwald ist an vielen Stellen massiv gefährdet. Von rücksichtslosen Geschäftemachern und einer Regierung, für die Umweltschutz ein Fremdwort ist. Jedes Jahr wird eine Fläche zweimal so groß wie Mallorca zerstört. Doch dieses Stückchen Land, das Soares vor bald 30 Jahren gekauft und wieder aufgeforstet hat, ist wahrlich ein kleines Paradies. Und der in München lebende Brasilianer kämpft mit aller Kraft dafür, dass es das auch bleibt.
Umweltschutz"Wir haben Tausende Bäume gepflanzt, alle von Hand"
Lesezeit: 4 Min.

Carlos Soares über den Wipfeln des Regenwaldes in Brasilien.
privatDer Brasilianer Carlos Soares hat in seiner Heimat Tausende Hektar Regenwald vor der Abholzung bewahrt und ein kleines Paradies geschaffen. Doch rücksichtslose Geschäftemacher und Politiker gefährden sein Lebenswerk.
Von Martina Scherf, München
