Online-ShoppingNeue Paketstationen sollen Lieferchaos vorbeugen

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Eine Paketstation, mehrere Lieferdienste: Am Paulanerplatz in der Au nahmen Bürgermeister Dominik Krause (Zweiter von rechts), Mobilitätsreferent Georg Dunkel (links), Christian Müller von der Münchner Wohnen  (Zweiter von links) und Jonathan Grothaus von „myflexbox“ (rechts) eine der ersten „München Boxen“ in Betrieb.
Eine Paketstation, mehrere Lieferdienste: Am Paulanerplatz in der Au nahmen Bürgermeister Dominik Krause (Zweiter von rechts), Mobilitätsreferent Georg Dunkel (links), Christian Müller von der Münchner Wohnen  (Zweiter von links) und Jonathan Grothaus von „myflexbox“ (rechts) eine der ersten „München Boxen“ in Betrieb. (Foto: Catherina Hess)
  • München führt anbieterunabhängige „München Boxen“ ein, die von mehreren Logistikunternehmen gleichzeitig genutzt werden können und bis zu 200 Sendungen fassen.
  • Die neuen Paketstationen sollen den Lieferverkehr reduzieren, da jeder Münchner Haushalt im Schnitt alle vier Tage ein Paket erhält.
  • Neun Boxen stehen bereits in Wohnanlagen der Münchner Wohnen, ab Anfang 2026 startet ein Pilotprojekt mit zehn Stationen im öffentlichen Raum.
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93 Pakete pro Haushalt und Jahr bringen Münchens Infrastruktur an ihre Grenzen. Nun setzt die Stadt auf gemeinsame Boxen, die mehrere Dienstleister parallel bedienen sollen.

In München erhält jeder Haushalt im Schnitt alle vier Tage ein Paket. Damit zählt die Stadt deutschlandweit zu den Spitzenreitern. Das hat sichtbare Folgen: Immer wieder blockieren Zustellfahrzeuge Gehwege, stehen in zweiter Reihe und drängen sich durch enge Wohnstraßen. Die Stadt will diesem wachsenden Lieferverkehr nun stärker entgegenwirken.

Ein zentraler Baustein dafür sind neue und anbieterunabhängige Paketstationen, die sogenannten „München Boxen“. Neun davon stehen bereits in Wohnanlagen der städtischen Gesellschaft Münchner Wohnen. Jede Station bietet Platz für bis zu 200 Sendungen und kann von mehreren Logistikunternehmen zugleich genutzt werden. Kundinnen und Kunden erhalten nach der Zustellung einen Code und können Pakete jederzeit abholen, verschicken oder retournieren.

Das Konzept ist Teil der „urbanen Logistik“, die der Stadtrat im Rahmen der Mobilitätsstrategie 2035 beschlossen hat. Die Idee dahinter: Statt dass für jedes Haus ein anderes Lieferfahrzeug vorfährt, steuern die Zusteller künftig zentrale Punkte an. Nach Vorstellung von Bürgermeister Dominik Krause könnte das den Verkehr in vielen Vierteln spürbar entlasten. Und auch die Kunden würden profitieren, „denn sie müssen nicht daheim sein und auf ihre Lieferung warten“, sagt Krause.

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Auch Mobilitätsreferent Georg Dunkel sieht darin ein Werkzeug, um die städtische Logistik nachhaltiger zu organisieren. Je weniger Einzelstopps nötig seien, desto weniger Emissionen und Staus entstünden. Zum Start kooperiert die Stadt mit der Münchner Wohnen. In ihren Quartieren wurden bereits die ersten Boxen aufgestellt. Drei weitere Standorte sollen im Zuge von Neubauten hinzukommen. Betrieben werden die Boxen von zwei Dienstleistern: „myflexbox“ und „Dein Fach“. Von Anfang 2026 an soll außerdem ein zweijähriges Pilotprojekt starten, bei dem zehn dieser Stationen erstmals auch im öffentlichen Raum stehen, zunächst in Haidhausen. Die Boxen sind frei zugänglich und können von allen Münchnerinnen und Münchnern genutzt werden.

Dass München auf gemeinsame Paketstationen setzt, hat auch städtebauliche Gründe. In der Stadt fehlt der Platz, so dass nicht jeder Logistiker unproblematisch eigene Anlagen errichten kann. Um einen Wildwuchs verschiedener Systeme zu vermeiden, setzt das Mobilitätsreferat deshalb auf die anbieterunabhängigen Boxen, die von mindestens drei Paketdiensten gleichzeitig genutzt werden. Zu den Anbietern zählen DHL, GLS, DPD sowie UPS und FedEx.

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