Es hat nicht viel gefehlt, und die Münchner Polizei hätte bei ihrer Bilanz des diesjährigen 24-Stunden-Blitzmarathons mit einer runden Zahl aufwarten können: 998 Geschwindigkeitsverstöße registrierten die Beamtinnen und Beamten in der Zeit zwischen Mittwoch- und Donnerstagmorgen, jeweils sechs Uhr.
Während der Aktion, die in den Rahmen des landesweiten Verkehrssicherheitsprogramms „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ eingebettet war, hatte die Münchner Polizei insgesamt 93 Kontrollstellen in der Stadt und im Landkreis eingerichtet. Ein Augenmerk lag dabei auf der Umgebung von Kindergärten und Schulen. Ein weiterer Fokus richtete sich auf Landstraßen, weil dort die schweren Verkehrsunfälle im vorigen Jahr zugenommen hatten.
Der höchste Geschwindigkeitsverstoß wurde dann auch im Landkreis gemessen, auf der Staatsstraße 2070 zwischen Altkirchen und Sauerlach. Dort war am Mittwoch gegen 16.30 Uhr ein 38-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim in seinem Audi mit 140 Kilometern pro Stunde unterwegs – zulässig war Tempo 80.
Die Polizei wies in diesem Kontext erneut darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor eine der häufigsten Ursachen bei Verkehrsunfällen mit Toten und Schwerverletzten ist. Erst vor einer Woche waren im Münchner Stadtteil Neuperlach zwei Männer schwer verletzt worden, als ein 22-Jähriger die Kontrolle über seinen gemieteten Jaguar verloren hatte.

