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Menschen in der Pandemie:Corona-Alltag mit neuen Hindernissen

Judith Faltl orientiert sich mit dem Blindenstock am Bahnsteig.

(Foto: Claus Schunk)

Plexiglasscheiben, an denen man sich den Kopf anstößt, und die Ungewissheit, wer eine Schutzmaske trägt: Judith Faltl ist Vorsitzende des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes. Wie Menschen mit geringer Sehkraft die Corona-Krise erleben.

Von Ramona Dinauer

Auf der linken Seite rauscht der Verkehr auf der Arnulfstraße. Von rechts zieht der Geruch von gebratenem Fleisch und frittierten Pommes auf den Gehsteig. Seitdem sie die Duftwolke aus dem Dönerladen gerochen hat, weiß Judith Faltl, 50, dass sie kurz vor ihrem Ziel ist. "Gleich müssen wir nach rechts abbiegen", sagt sie. Judith Faltl trägt einen pfirsichfarbenen Rock. Rottöne haben ihr immer schon gut gefallen, sagt sie. Ihre langen schwarzen Haare fallen über eine weiße Sommerbluse. Nach wenigen Metern führt sie ihren Blindenstock weg von der Straße hin zu einer Glasschiebetür. Es ist der Eingang des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands. Faltl engagiert sich hier als Landesvorsitzende.

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