Spätis haben Postkartenständer vor ihren Türen, Klamottenläden verkaufen ausgewählte Designerkarten, bei Buchhändlern und in Geschenkeshops findet man sie sowieso: Postkarten gibt es mehr denn je auf dem Markt. Aber welche Bedeutung haben sie in Zeiten von Whatsapp-Nachrichten und Mails? Sissa Marquardt und Markus Schmölz gründeten Anfang der Achtzigerjahre in München den Postkartenverlag Bizarr. Was sie in kleinen Auflagen herstellten, gehörte zur Avantgarde. Vieles aber, was damals begehrt war, könnten sie heute nicht mehr drucken lassen. Im Gespräch in ihrem Giesinger Hinterhofatelier, umgeben von Tausenden bunten Motiven, erzählen die Fotografin und der Dolmetscher, wie sie angefangen haben und welchen Stellenwert die Postkarte bis heute in Deutschland und in anderen Ländern hat.
Nachricht auf Papier„Die Postkarte ist eine Deluxe-Message“
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Sissa Marquardt und Markus Schmölz, Gründer des Münchner Bizarr-Verlags.
Stephan RumpfManche sind frech, bunt und kunstvoll, manche haben eine simple Botschaft. Sissa Marquardt und Markus Schmölz erklären, warum Postkarten auch in digitalen Zeiten begehrte Objekte sind.
Interview von Sabine Buchwald