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Geplantes Naturkundemuseum:Millionen-Zusage fürs Biotopia

Der Pharmakonzern Merck fördert das geplante Museum als privater Geldgeber.

Das geplante bayerische Naturkundemuseum Biotopia in Nymphenburg soll einmal das Museum Mensch und Natur ersetzen. Nach den Vorstellungen von Gründungsdirektor Michael John Gorman soll es zu einem der führenden Museen für die Life Sciences (Biologie, Chemie, Medizin, Lebensmittelforschung) werden. Noch existiert es nur auf dem Papier, doch das Konzept überzeugt schon jetzt private Geldgeber.

Am Dienstag gab Auguste von Bayern, die Initiatorin und Vorsitzende des Freundeskreises Naturkundemuseum, bekannt, dass der Pharma- und Chemiekonzern Merck aus Darmstadt Biotopia mit einer Millionenenspende fördern will. Über die Hälfte der angestrebten privaten Unterstützung sei erreicht, teilte sie mit.

Die Zusage, so Auguste von Bayern, habe ihr Merck-Chef Stefan Oschmann am Rande der DLD-Konferenz (Digital, Life, Design) in München gegeben. "Es spricht für Biotopia, dass wir innerhalb kürzester Zeit großartige private Unterstützer und Kooperationspartner wie Merck und die Max-Planck-Gesellschaft gewinnen konnten", sagte die Biologin. Merck sei ein Unternehmen, das sich in hohem Maße für Forschung und Nachwuchsförderung engagiere.

Gorman erklärte, Biotopia solle Menschen animieren, "die Probleme unserer Zeit wissenschaftlich informiert, konstruktiv und innovativ anzugehen". Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sagte, es solle "ein Leuchtturm in Sachen innovativer Museumsarbeit und interdisziplinärer Wissensvermittlung werden".

Vor Kurzem ist das Planungsbüro von Biotopia ins Institut der Ludwig-Maximilians-Universität im Botanischen Garten umgezogen. Die bisher genutzten Räume in einem Anbau an Schloss Nymphenburg sollen abgerissen werden. Das Museum Mensch und Natur wird noch bis Ende des Jahres in Betrieb sein. Einen konkreten Zeitplan für den Umbau gibt es noch nicht.

© SZ vom 22.01.2020
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