Soziale Ungleichheit:"Im Laufe des Lebens werden wir unzufriedener - aber die einen mehr als die anderen"

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Soziale Ungleichheit: Umziehen, aufsteigen, glücklich werden: Offenbar profitiert von einem Wohnortwechsel für den Job mehr, wer selbst in einer privilegierten Familie aufgewachsen ist.

Umziehen, aufsteigen, glücklich werden: Offenbar profitiert von einem Wohnortwechsel für den Job mehr, wer selbst in einer privilegierten Familie aufgewachsen ist.

(Foto: imago stock&people/imago/Westend61)

Gleicher Abschluss, gleiche Chancen? Der Soziologe Fabian Kratz erforscht, ab wann Bildungsaufsteiger beruflich genauso erfolgreich sind wie Kinder aus privilegierten Häusern - und warum sie trotzdem nicht unbedingt genauso glücklich werden.

Interview von Bernd Kramer

Kann der Sohn einer Hartz-IV-Empfängerin es aus eigener Kraft nach oben schaffen und am Ende genauso erfolgreich werden wie die Bankierstochter? Oder bleibt die Bankierstochter ihre ganze Berufskarriere lang im Vorteil? Wie lang im Leben prägt uns der Zufall, in welche Familie wir geboren wurden - und ab wann zählt vor allem unser eigenes Engagement? Der Soziologe Fabian Kratz von der Ludwig-Maximilians-Universität München erforscht diese Fragen, unter anderem mit Daten aus dem Sozioökonomischen Panel, einer großen Wiederholungsbefragung, die regelmäßig detaillierte Einblicke in die Lebensläufe Tausender Menschen in Deutschland liefert. Sie zeigen nicht nur, wie erstaunlich lang die soziale Herkunft die Berufsbiografien beeinflusst - sondern auch, wie sehr sie die Chancen prägt, glücklich zu werden.

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