Zwei betrunkene Besucher des Münchner Filmfests sind am Freitagabend buchstäblich auf eine „Schnapsidee“ gekommen. Nach einer Filmvorführung im Amerikahaus besuchten sie noch die dortige Ausstellung mit Werken der Fotografin Lee Miller - und nahmen eine der Fotografien als „Andenken“ mit. Security und Polizei stoppten die beiden.
Es war ein Geburtstagsgeschenk zum Vierzigsten, das einer der beiden Magdeburger Sozialpädagogen seinem gleichaltrigen Kollegen machen wollte: ein Besuch auf dem Münchner Filmfest. Am Freitag besuchten die Männer eine Vorführung des Films „Queer“ mit Daniel Craig. Offenbar war der Ausflug in die Stadt an der Isar und in die Welt des Films so gelungen, dass die beiden kräftig dem Alkohol zusprachen.
Am Ende hatte – wie sich später herausstellte – einer der beiden 1,6, der andere sogar 2,2 Promille Alkohol im Blut. Derart derangiert besuchten sie nach dem Film noch die Ausstellung zu Leben und Werk von Lee Miller (1907-1977). Dort nahmen sie eine der Fotografien von der Wand und packten das „Andenken“ im Wert von 4000 Euro in eine Tüte. Damit kamen sie freilich nicht weit.
Am Ausgang kontrollierten Security-Leute den Mann mit der Tüte. Während dieser sofort alles gestand, machte sich sein Kumpel zunächst aus dem Staub. Per Handy wurde er zurückbeordert. Auf dem Königsplatz stellte er sich reumütig der Polizei. Die ermittelt jetzt wegen versuchten Diebstahls.

