Behördenkommunikation oder Wohnungssuche:Wie berufliche Betreuer Menschen unterstützen

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Regelmäßig bespricht Berufsbetreuer Jürgen Baumgartner (links) mit Daniel S. alles, was im Alltag zu regeln ist. (Foto: Robert Haas)

Da ist der wohnungslose 43-Jährige mit Muskelatrophie. Oder die ältere Dame, die nach dem Tod ihres Mannes mit der Bürokratie überfordert war. Ihnen hilft ein Berufsbetreuer, ihr Leben zu organisieren. Doch davon gibt es zu wenige.

Von Sven Loerzer

Das Zimmer, das Daniel S. vor Kurzem bezogen hat, ist karg eingerichtet. Zwei Betten stehen hintereinander an der weißen Wand, eines davon ein Pflegebett, das andere offenkundig unbenutzt. „Ich bin seit drei Jahren auf der Suche nach einer Wohnung“, sagt der 43-Jährige, der im Rollstuhl sitzt. Neben ihm hat Jürgen Baumgartner auf einem der beiden Stühle in dem kleinen Appartement eines Flexi-Heims Platz genommen, wo wohnungslose Menschen vorübergehend unterkommen können. In einem schmalen Spind hat Daniel S. seine Kleidung verstaut, alles andere, was er besitzt, ist in Plastiktüten unter seinem Pflegebett verräumt. „Jürgen kümmert sich um alles, was ich brauche“, erklärt Daniel S., „er hilft mir mit behördlichen Sachen – ich habe das körperlich und auch anders bedingt schleifen lassen“.

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