Café CadeNicht einfach irgendein Café an der Ecke

Lesezeit: 2 Min.

Schekeb Yawar betreibt das Café Cade erst seit wenigen Monaten, trotzdem hat er schon viele Stammgäste.
Schekeb Yawar betreibt das Café Cade erst seit wenigen Monaten, trotzdem hat er schon viele Stammgäste. Catherina Hess

Im Café Cade fühlt man sich schnell besonders wohl. Das liegt an Betreiber Schekeb Yawar und an den Geheimrezepten seiner Mama.

Von Lisa Bögl

Tritt man in das unscheinbar wirkende Gebäude an einer Hausecke in der Nähe des Ostbahnhofes ein, empfängt einen das Café Cade mit warmer Gemütlichkeit. Mit dunkelgrünen Farbakzenten, Holzelementen und Pflanzen lädt es zum Verweilen ein. Das liegt aber auch an den Gästen. Man hat das Gefühl: Hier hat es niemand eilig. Auf der einen Seite arbeitet jemand entspannt am Laptop, auf der anderen sitzt ein zeitungslesender Mann, der Stammgast zu sein scheint.

Dass man sich im Café Cade in Berg am Laim gleich willkommen fühlt, mag aber auch an Schekeb Yawar liegen, der alle Besucherinnen und Besucher mit einem Lächeln begrüßt in seinem Café an der Ecke, wofür Cade steht.

Bedienen muss man sich selbst. An der Theke vorbei führt eine kleine Treppe in den hinteren und ruhigen Bereich. Zu trinken gibt es neben Kaffee-Klassikern auch Flat White (4,30 Euro), Chai Latte (4,50 Euro) und Matcha Latte (5,50 Euro). Letzteren gibt es auch in den beliebten Varianten mit frischem Mango- oder Erdbeer-Püree, im Sommer soll es auch eine Ananas-Variante geben. Und, das erlebt man selten: Auch beim Matcha gibt es Latte-Art, die für grüne Herzen im Schaum sorgen.

Sogar der Matcha wird hier mit Latte-Art serviert. Dazu passt ein Schoko-Cookie.
Sogar der Matcha wird hier mit Latte-Art serviert. Dazu passt ein Schoko-Cookie. Catherina Hess
Einladende Gemütlichkeit: Die Theke mit Kuchen und salzigen Frühstücksvarianten.
Einladende Gemütlichkeit: Die Theke mit Kuchen und salzigen Frühstücksvarianten. Catherina Hess

Die Kuchen und Cookies sind hausgemacht, die Vitrine wird täglich neu bestückt. Kleiner Tipp für alle, die kein Talent zum Backen haben: Es können ganze Kuchen bestellt werden, die gibt’s auch vegan. Bei den herzhaften Gerichten überzeugen vor allem die Bagel (je 7 Euro), denn man schmeckt: Sie sind frisch belegt. Zur Auswahl stehen ein Caesar-, ein Leberkäs- oder ein Veggie-Bagel. Zudem gibt es verschiedene Wraps (je 7,50 Euro). Alle diese herzhaften Frühstücksvarianten werden vor dem Servieren erwärmt.

Von 11.30 Uhr an gibt es außerdem jeden Tag ein variierendes Mittagsmenü, das auf einer schwarzen Tafel vor dem Laden angeschrieben steht. Die Besonderheit: Die Gerichte werden von Yawars Mutter gekocht und basieren zum Großteil auf ihren eigenen Rezepten. Beeinflusst sind sie vorwiegend, aber nicht ausschließlich von der afghanischen wie der pakistanischen Küche. Das zeigt: Das Café Cade ist ein Familienprojekt. Neben Yawars Mutter arbeiten auch sein Bruder und seine Frau mit.

Die Mittagsmenüs kosten stets unter zehn Euro. Jeden Tag gibt es ein bis zwei Gerichte, jedes mit einem kleinen Salat. Wer mag, kann sich sein Frühstück oder sein Mittagessen zum Mitnehmen bestellen, in der angenehmen Atmosphäre des Cafés verweilt man aber auch gerne. Dass Yawar nur wenige Monate nach der Eröffnung von fast 50 Prozent Stammgästen spricht, überrascht jedenfalls nicht. Das Café an der Ecke ist einfach ein Ort, an dem man gerne wiederkommt.

Café Cade, Friedensstraße 36, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 15 Uhr.

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