Kaufhaus-AnbauÖsterreichischer Investor kauft Benko-Ruine am Münchner Hauptbahnhof

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Schon René Benkos Signa plante an der Stelle des Kaufhaus-Anbaus aus den Siebzigern den Neubau eines Büro- und Geschäftskomplexes - doch dazu kam es nicht mehr.
Schon René Benkos Signa plante an der Stelle des Kaufhaus-Anbaus aus den Siebzigern den Neubau eines Büro- und Geschäftskomplexes - doch dazu kam es nicht mehr. (Foto: Alessandra Schellnegger)
  • Die österreichische Stumpf-Gruppe hat das Grundstück des ehemaligen Hertie- und Karstadt-Anbaus zwischen Hauptbahnhof und Stachus gekauft.
  • Damit sind binnen einer Woche drei große Verkäufe von Benko-Immobilien in der Münchner Innenstadt besiegelt oder beschlossen worden.
  • Der Stadtrat hatte kürzlich das nötige Baurecht für den geplanten Büro- und Geschäftskomplex mit 53 500 Quadratmetern gebilligt.
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Nun gibt es für den zentral gelegenen Ort, an dem der unansehnliche Siebzigerjahre-Betonklotz steht, eine neue Perspektive. Es ist der dritte große Verkauf einer früheren Benko-Immobilie in der Münchner Innenstadt innerhalb einer Woche.

Von Sebastian Krass

Neue Eigentümer für die Benko-Ruine an der Schützenstraße: Die österreichische Stumpf-Gruppe hat das Grundstück des ehemaligen Hertie- und Karstadt-Anbaus zwischen Hauptbahnhof und Stachus gekauft. Das hat das Unternehmen am Mittwochnachmittag per Pressemitteilung bekannt gemacht. Über den Kaufpreis gibt es keine offiziellen Angaben, er dürfte aber im dreistelligen Millionenbereich liegen.

Mit diesem Deal sind binnen einer Woche drei große Verkäufe von Benko-Immobilien in der Münchner Fußgängerzone besiegelt oder beschlossen worden: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Investor Erich Schwaiger die Immobilie des Oberpollinger- Kaufhauses an der Neuhauser Straße für 380 Millionen Euro gekauft hat. Davor hat der bayerische Landtag beschlossen, die Alte Akademie an die Thiele-Stiftung (Knorr-Bremse) zu verkaufen, auch dieses Geschäft hat ein Volumen im dreistelligen Millionenbereich. Das letzte verbliebene Projekt aus dem Bestand der Signa-Gruppe von René Benko ist das „Tietz-Haus“, der denkmalgeschützte Kaufhaus-Altbau am Bahnhofsplatz.

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Das nun verkaufte Projekt an der Schützenstraße umfasst den in den Siebzigerjahren entstandenen Kaufhaus-Anbau, der sich bis hinter das Hotel „Königshof“ am Stachus erstreckt. Unter dem Projektnamen „Corbinian“ hatte Signa an dieser Stelle den Neubau eines Büro- und Geschäftskomplexes nach einem Entwurf der David Chipperfield Architects geplant. Seit der Pleite von Signa vor zwei Jahren lag das Projekt brach. Der Leerstand des unansehnlichen Betonklotzes aus den Siebzigerjahren ist eine Belastung für die Münchner Innenstadt.

Die Simualtion zeigt, wie „Corbinian“ mal hätte aussehen sollen.
Die Simualtion zeigt, wie „Corbinian“ mal hätte aussehen sollen. (Foto: David Chipperfield/Atelier Loidl)

Nun gibt es eine neue Perspektive. Erst kürzlich hatte der Stadtrat das nötige neue Baurecht für den Komplex mit 53 500 Quadratmetern oberirdischer Geschossfläche gebilligt. „Mit Stumpf Development übernimmt ein eigenkapitalstarker und verlässlicher Partner das Projekt“, erklärt Torsten Martini, Insolvenzverwalter der bisherigen Eigentümerin, einer Tochterfirma aus dem Signa-Geflecht. „Das Unternehmen bringt die nötigen Voraussetzungen mit, ein Vorhaben dieser Größenordnung erfolgreich fortzuführen.“

Die Stumpf Development GmbH kündigte an, „die weiteren Planungsschritte mit den zuständigen Stellen in Politik und Verwaltung“ abzustimmen, sobald der Verkauf formal abgeschlossen sei. Von Unterschrift des Kaufvertrages („Signing“) bis zum Übergang des Eigentums („Closing“) vergehen oft einige Wochen, manchmal auch Monate. Stumpf hat in der Vergangenheit bereits große Projekte realisiert, wie die „Millenium City“ in Wien mit 360 000 Quadratmetern Geschossfläche oder das „Spree Invest“ in Berlin mit 120 000 Quadratmetern.

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