„Die Augen bildeten nur zwei Höhlen, die von Würmern wimmelten, die Lippen waren verschwunden und die weißen Zähne waren aufeinander gepresst.“ Was für eine Szene in Alexandre Dumas’ Roman „Die Kameliendame“. Wir sind Zeugen einer Exhumierung auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise. Der Bürgersohn Armand Duval will die Leiche seiner an Tuberkulose dahingeschiedenen Geliebten, der Kurtisane Marguerite Gautier, betrachten. Will durch Abscheu vom Schmerz über ihren Tod, vom Wahn dieser überlebensgroßen Liebe geheilt werden. Klappt nur bedingt.
Triumphale Vorstellung am Bayerischen StaatsballettSo schön stirbt nur die Kameliendame
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Ovationen bei der Wiederaufnahme von John Neumeiers „Kameliendame“ am Bayerischen Staatsballett: für die Rollendebütanten und den 87-jährigen Choreografen.
Kritik von Jutta Czeguhn
