Süddeutsche Zeitung

Nächtlicher Einsatz:Platanen für das Sendlinger Tor

Die Pflanzung zweier Großbäume weist auf das nahende Ende der sieben Jahre dauernden U-Bahn-Baustelle hin. Die 25 Jahre alten Gehölze sollen auch schwierigere klimatische Bedingungen vertragen.

Sie sind bereits 25 Jahre alt, 13 Meter hoch und wiegen jeweils mehr als vier Tonnen: Die beiden Platanen, die das städtische Baureferat in den Nächten von Dienstag auf Mittwoch und von Mittwoch auf Donnerstag gepflanzt hat, sind ein sichtbares Zeichen für die nahende Fertigstellung des Sendlinger-Tor-Platzes.

Damit die Pflanzung der außergewöhnlich großen Bäume aus einer Baumschule am Niederrhein gelingen konnte, brauchte es reichlich Technik und Manpower: Der Antransport erfolgte nachts via Tieflader. Die Bäume mit einem Stammumfang von bis zu 80 Zentimetern wurden mit einem großen Radbagger und einem Lkw-Kran in die zuvor vorbereiteten, extra großen Pflanzgruben gesetzt.

Arbeiter hatten diese zuvor mit 36 Kubikmetern eines Spezialsubstrats gefüllt, das einen guten Anwuchs am neuen Standort ermöglichen soll. Die beiden Großbäume sind in ihrem Leben mehrfach verpflanzt worden, auch das soll das Anwachsen fördern. Die Gruben können zudem bis zu 12 000 Liter Wasser speichern und sollen so auch unter schwierigeren klimatischen Bedingungen in München zur autarken Wasserversorgung der Bäume und zur Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips beitragen.

Nun stehen noch die Pflanzung blühender Stauden sowie die Installation von Sitzgelegenheiten aus. Die Stadtwerke München haben in den vergangenen knapp sieben Jahren den U-Bahnhof Sendlinger Tor aufwendig umgebaut und modernisiert. Die Arbeiten im Bahnhof sind inzwischen weitgehend beendet.

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