Arbeiten an der zweiten StammstreckeDie Reise von „Donna Maria“ durch Münchens Untergrund

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Vom 17. September an wird sich die riesige Tunnelbohrmaschine von der Donnersbergerbrücke unterirdisch bis zum Marienhof vorarbeiten.
Vom 17. September an wird sich die riesige Tunnelbohrmaschine von der Donnersbergerbrücke unterirdisch bis zum Marienhof vorarbeiten.
Foto: Stephan Rumpf
  • Die 178 Meter lange Tunnelbohrmaschine "Donna Maria" startet am 17. September von der Donnersbergerbrücke zum Marienhof für die zweite S-Bahn-Stammstrecke.
  • Am 12. und 13. September lädt die DB zum "Tag der offenen Baustelle" ein, dann ist die Maschine letztmals aus der Nähe zu besichtigen.
  • Die Bauarbeiten an mehreren Standorten laufen bereits, am Hauptbahnhof ist die unterste Aushubebene erreicht und am Marienhof die Bodenplatte fertiggestellt.
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178 Meter lang und 700 Tonnen schwer: Eine riesige Tunnelbohrmaschine startet von der Donnersbergerbrücke zum Marienhof. Das dauert ein Jahr – und vorher kann man sie noch bestaunen.

Von Andreas Schubert

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Derzeit ist die riesige Tunnelbohrmaschine namens „Donna Maria“ noch oberirdisch zu sehen. Doch vom 17. September an soll sie sich von der Donnersbergerbrücke unterirdisch bis zum Marienhof bohren und so den ersten Erkundungs- und Rettungsstollen der zweiten S-Bahn-Strammstrecke erstellen.

Die 178 Meter lange und 700 Tonnen schwere Maschine soll sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von acht Metern pro Tag in Richtung Innenstadt fräsen und in einem Jahr ihr Ziel erreichen.

Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, ist die Maschine zum letzten Mal aus der Nähe zu sehen. An diesem Wochenende lädt die DB jeweils von 10 bis 18 Uhr zum „Tag der offenen Baustelle“ an das westliche Tunnelportal. Letzter Einlass ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig. Den Eingang finden Besucher über die sogenannte Baubox in der Richelstraße 1c. Neben Einblicken in die Baustelle bietet die DB auch ein Programm für Kinder an.

Seit dem offiziellen Spatenstich für die zweite Stammstrecke, der am 5. April 2017 war, prägen mehrere große Baustellen die Arbeiten an der neuen Trasse. Am Hauptbahnhof, der weitgehend neu gebaut wird, ist für die neue unterirdische S-Bahn-Station mittlerweile die unterste Aushubebene erreicht.  Für die westliche Erweiterung der Baugrube, das gemeinsame Bauwerk von zweiter Stammstrecke und Vorhaltebauwerk für die mögliche U-Bahn-Linie U9, werden derzeit die Stützen zur Absicherung der Baugrube gebaut.

An der Bayerstraße sind aktuell die Fundamente für das vorübergehende Bahnhofsgebäude in Arbeit, in dem in den kommenden zehn Jahren alle wichtigen Stellen des Bahnhofs unterkommen werden. Der nördliche Randbau an der Arnulfstraße wird bald abgerissen. Auch in der Gleishalle ist es wegen Bauarbeiten eng: Hier  laufen an den Mittelstützen der Gleishalle Fundamentarbeiten zur Vorbereitung der unterirdischen Bahnsteig- und Tunnelvortriebe.

Auch östlich der Isar wird bereits gebaut

Am Marienhof ist die Bodenplatte fertiggestellt, das Richtfest hatte die DB im Juni gefeiert. Aktuell wird in der untersten Ebene die Druckkammer für den bergmännischen Tunnelvortrieb vorbereitet, zudem laufen Arbeiten an der Innenschalung der Station. 
Der Verbindungsstollen zu den U-Bahn-Linien U3/U6 ist so gut wie fertig.

Im Stadtwesten, am Bahnhof Laim, ist seit 25. August der neue Bahnsteig beidseitig in Betrieb, somit sind alle S-Bahnen barrierefrei zugänglich. Bis 2028 halten allerdings die von Pasing kommenden S-Bahnen stadteinwärts nicht, weil der alte Bahnsteig, an dem bisher die Züge stadteinwärts halten, abgerissen und neu gebaut wird. Ausnahme ist die S5. Die von Moosach kommenden S1 und S2 halten wegen einer anderen Weichenführung dagegen schon in Laim.

Auch östlich der Isar wird bereits gebaut. In den Maximiliansanlagen entsteht der Rettungsschacht 7,  aktuell erstellt die DB die Schlitzwände zur Stützung der Baugrube, Mitte 2027 soll der Aushub starten. An derselben Stelle entsteht eine Abzweigung in 40 Metern Tiefe. Von dort könnte später ein zusätzlicher Tunnel nach Giesing gebaut werden. Am Ostbahnhof haben Anfang August die Arbeiten für die  Stützwände der neuen unterirdischen Station begonnen. Von 2028 an soll im Osten für den Tunnel gebohrt werden.

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