Weggehen in MünchenDiese sieben Bars im Uni-Viertel lohnen einen Besuch

Lesezeit: 5 Min.

Lässig und entspannt: die Fox-Bar.
Lässig und entspannt: die Fox-Bar. Johannes Simon

Egal ob wild feiern, gemütlich Bier trinken oder erstes Date – im Münchner Uni-Viertel gibt es für jede Lebenslage die passende Bar. Eine Auswahl.

Von Jacqueline Lang

Das neue Semester beginnt, und damit stellen sich viele neue Studierende sicherlich die Frage: Wo kriegt man im Uni-Viertel richtig gute Drinks, welche Bars eignen sich für ein erstes Date, wo kann man gemütlich einfach nur ein Bierchen trinken? Hier sind die Tipps.

Fox

Johannes Simon

Das Fox ist die ideale Bar für alle, die lange feiern wollen, keine Lust auf Chart-Musik haben und nicht nur tanzen, sondern zwischendurch auch mal eine Runde schaukeln wollen. Ja, richtig gelesen: schaukeln. In einem der Türrahmen hängt tatsächlich eine Holzschaukel, darüber prangt ein blaues Straßenschild, „Fuchsstraße“ steht darauf: Fox gleich Fuchs, na klar.

Abgesehen von diesen paar Hinguckern ist die Bar im Inneren schlicht eingerichtet: Die Wände sind dunkel gestrichen, im hinteren Bereich ist ein Teil davon mit Holz verkleidet, dort stehen auch ein paar Kerzen, der Tresen besteht an einer Seite aus einer Handwerksbank. Dazu passen simple, aber handwerklich gut gemachte Drinks, die für Münchner Verhältnisse auch gar nicht mal so teuer sind.

Diverse Longdrinks gibt es in der Fox Bar zum Beispiel noch für unter zehn Euro – wenn das mal keine guten Voraussetzungen sind für eine lange Nacht. Im Sommer kann man ansonsten auch gut auf einen Absacker vorbeikommen, es gibt schließlich auch einige Plätze draußen.

Fox Bar

  • Barer Straße 47
  • Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 19 bis 2 Uhr, Donnerstag 19 bis 3 Uhr, Freitag und Samstag 19 bis 5 Uhr

Alter Ofen

Catherina Hess

Egal, ob man noch überlegt, was der Abend bringen soll oder sich schon sicher ist, dass man nur gemütlich zwei, drei Bierchen mit Freunden trinken will – der Alte Ofen ist die Adresse für alle Lebenslagen. Mit mehr als 50 Jahren auf dem Buckel ist die Bar an der Zieblandstraße zwar längst kein Geheimtipp mehr, dafür hat sie aber völlig zurecht Kultstatus, ganz ohne Chichi: Hier kann man auf durchgesessenen Sofas bestens über das Leben philosophieren, auf knarzigen Holzstühlen wunderbar karteln, und selbst wenn einen der Hunger packt, muss man nicht weiterziehen.

Die Küche im Alten Ofen ist zwar nicht unbedingt preisverdächtig, die vielen Schnitzel- und Flammkuchenvariationen machen aber auf jeden Fall satt. Und die Fleischpflanzerl, mit denen ein Kellner gegen Mitternacht die Runde macht, haben mutmaßlich schon manchen vor schlimmerem Kater bewahrt. Kurzum: Der Alte Ofen ist eigentlich immer eine gute Idee.

Alter Ofen

  • Zieblandstraße 41
  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 18 bis 1 Uhr

Gehölz

Johannes Simon

Das Gehölz an der Schellingstraße ist der Neuzugang unter den Bars im Uni-Viertel, lohnt aber allein schon wegen der ausgefallenen Inneneinrichtung einen Besuch. Denn der Name ist hier Programm: Die Wände sind mit grünem Gras und Moos verkleidet, stellenweise sprießen sogar Pilze aus der Decke, die Bar selbst ist von Baumstämmen eingerahmt.

Dazu passen Drinks wie der „Woody“ auf Basis von Zirbenholzlikör oder auch Snacks wie die „Buche“, zwei Mini-Brezen mit einer Variation aus Wurst und Käse. Daran, dass der Laden grell ausgeleuchtet ist, muss man sich zwar anfangs etwas gewöhnen, dann aber ist es schon irgendwie gemütlich in diesem Wald mitten in der Großstadt.

Ansonsten kann man sich im Sommer auch einfach in den Schanigarten setzen, da hängt nur ein bisschen Efeu von den Holzbalken. Drinnen wie draußen kommen jedenfalls auch alle, die keinen Alkohol trinken, auf ihre Kosten. Auf der Karte stehen nämlich nicht nur mehrere köstlich klingende Mocktails, sondern auch eine ganze Reihe an hausgemachten Limonaden. Denn wer sagt denn bitteschön, dass man nicht auch ohne Alkohol feiern kann?

Gehölz Bar

  • Schellingstraße 45
  • Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 17 bis 0 Uhr, Donnerstag 17 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 17 bis 3 Uhr

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Komitee

Stephan Rumpf

Obwohl gut gelegen, kann man das Komitee beim ersten Vorbeilaufen leicht übersehen, liegt es doch etwas versteckt in einem Bogengang an der Gabelsbergerstraße und eingezwängt zwischen einer Bäckerei und einer Studentenverbindung. Das Komitee zu übersehen, wäre allerdings schade, ist die kleine Bar doch nicht nur urgemütlich, sondern auch wohltuend unaufgeregt: Hier stehen die Betreiber oft noch selbst hinterm Tresen, über dem in roter LED-Laufschrift der Barname prangt, und mixen leckere Cocktails. Dazu gibt es Tacos oder – besonders zu empfehlen – Halloumi-Fries, die zum Teilen mit dem Date oder mit Freundinnen einladen.

Und: Am Wochenende, wenn DJs auflegen, werden drinnen einfach die Tische beiseite geräumt, und dann verwandelt sich der kleine Laden kurzerhand in einen ekstatischen Dancefloor. Wenn dann knapp 200 Leute auf die Tanzfläche drängen, ist es zwar vorbei mit gemütlich, aber das ist zu späterer Stunde ziemlich okay.

Komitee

  • Gabelsbergerstraße 24
  • Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 18 bis 24 Uhr, Donnerstag 18 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 18 bis 2 Uhr

Minna Thiel

Florian Peljak

Das Vorurteil, in München gebe es keine alternativen Orte, hält sich hartnäckig – und das, obwohl es doch längst Adressen wie die Minna Thiel gibt. Der Schienenbus vor der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) sieht, so ganz vollgesprüht mit Graffiti, nicht nur herrlich anders und eigenwillig aus, die kleine Bar bietet auch immer wieder die Bühne für Nachwuchs-Musikerinnen und viele andere Künstler – und das sogar kostenlos. Vor allem in den Sommermonaten kann man den Poetry-Slams und Konzerten außerdem sogar theoretisch dann noch lauschen, wenn man sich auf der Wiese neben der Minna ins Gras setzt, mit einem Bier für drei Euro von der Bar oder auch ohne.

Konsumzwang besteht hier also nur indirekt. Auch die Tischtennisplatte kann man kostenlos nutzen, nur Schläger und Bälle sollte man selbst mitbringen. Der Fotoautomat, den die Betreiber aufgestellt haben, spuckt zwar wiederum nur gegen vier Euro Bilder aus, dafür macht sich der Streifen sicher gut auf der WG-Toilette. Übrigens: Wem die Minna Thiel gefällt, der kann auch mal die Alte Utting oder den Bahnwärter Thiel checken.

Minna Thiel

  • Bernd-Eichinger-Platz 1
  • Öffnungszeiten: Montag 17 bis 22 Uhr, Dienstag 16 bis 22 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 16 bis 0 Uhr, Freitag 16 bis 2 Uhr, Samstag 14 bis 2 Uhr, Sonntag 12 bis 22 Uhr

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James T. Hunt

Johannes Simon

Das James T. Hunt ist eine Institution im Münchner Uni-Viertel. Hier trifft sich, wer das nötige Kleingeld hat, die Barkeeper tragen einheitliche Arbeitsjacken mit bestickter Brust, die Einrichtung ist lässig,  ohne dass etwas dem Zufall überlassen wäre. Das Licht ist angenehm schummrig und die Drinks gut, nur eben nicht ganz billig, denn selbst die Longdrinks kosten hier locker mehr als zehn Euro. Trotzdem versteht sich das James T. Hunt als Bar für Studenten, die Lust auf eine wilde Nacht haben.

Wer es etwas gediegener mag, der muss seit Kurzem aber nur noch eine Tür weiter gehen und landet dann im Suzy B. Das ist, wenn man so will, die ältere Schwester vom James T. Hunt: etwas heller, ruhiger, chicer, die Karte bleibt aber diesselbe und vor allem draußen, in den geräumigen Schanigärten, können die Übergänge auch schon mal fließend sein.

Und hier wie da gilt: Vor allem am Wochenende sind sowohl das James T. Hunt als auch das Suzy B. gute Orte, um das Treiben auf der Schellingstraße zu beobachten. Sehen und gesehen werden, lautet die Devise.

James T. Hunt

  • Schellingstraße 32
  • Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 18 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag von 18 bis 2 Uhr, Sonntag von 18 bis 1 Uhr.

Suzy B.

  • Schellingstraße 32
  • Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag von 18 bis 1 Uhr

Lost Weekend

Johannes Simon

Am Lost Weekend führt im Uni-Viertel nicht nur wegen seiner Lage eigentlich kein Weg vorbei, es ist schlicht ein Ort für alle Lebenslagen und Tageszeiten: Morgens kann man hier etwas Kleines frühstücken, danach am Laptop arbeiten oder einfach lesen, abends dann verwandelt sich das Lost Weekend, das ja eigentlich auch ein Buchladen ist, in eine Bar mit einem sehr vielseitigen und liebvoll kuratierten kulturellen Angebot: von Line Dancing über Live-Musik und Poetry Slams ist wirklich für jeden und jede etwas dabei.

Und das Beste: Die meisten Events kosten nicht mal Eintritt, und falls doch, sind die Preise fair, außerdem zahlt man für diverse Spritz nur 7,50 Euro. Und für Frauen vielleicht auch nicht ganz uninteressant: Auf dem Klo hängt neuerdings ein Spender mit kostenlosen Tampons. So oder so steht aber fest: Eine Studienzeit in München, ohne zu jeder erdenklichen Uhrzeit mindestens einmal im Lost Weekend gewesen zu sein, das ist eigentlich undenkbar.

Lost Weekend

  • Schellingstraße 3
  • Öffnungszeiten: Montag bis Donnersatg 9 bis 0 Uhr, Freitag 9 bis 2 Uhr, Samstag 10 bis 2 Uhr, Sonntag 10 bis 20 Uhr
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