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Kommunalwahl in Aubing-Lochhausen-Langwied:CSU kann sich behaupten

Auch im westlichsten Stadtbezirk legen die Grünen deutlich zu

Von Ellen Draxel, Aubing

Die schwarze Dominanz ist gebrochen, der Westen wird grüner. Mehr als zehn Prozentpunkte hat die CSU in Aubing-Lochhausen-Langwied verloren, bleibt mit knapp 38 Prozent aber stärkste Kraft. Sebastian Kriesel freut's: "Wir haben damit münchenweit immerhin das zweitstärkste Ergebnis eingefahren", sagt der noch amtierende Gremiums-Chef. Stimmen abgeben mussten auch die Sozialdemokraten: Sie liegen jetzt bei knapp 19 Prozent, ein Minus von zwölf Prozent. Die eigentlichen Gewinner im Stadtbezirk sind die Grünen und ein erstmalig zusammengefundenes Bündnis aus Freien Wählern und ÖDP: Die Grünen haben mit 28,6 Prozent künftig zwei Sitze mehr, sechs statt bislang vier. Das ist ein Zuwachs von 11,4 Prozentpunkten. Und die FW/ÖDP-Liste bekam auf Anhieb ebenfalls mehr als elf Prozent. Für die FDP gibt es einen Sitz, mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2014.

Wer mit wem im neuen Bezirksausschuss enger kooperieren wird, ist offen: Kriesel, der erneut den Vorsitz anstrebt, plädiert dafür, "interfraktionell im Vorstand alle zu beteiligen". Angesichts der relativ ausgewogenen Verteilung der 23 Sitze - neun für die CSU, sechs für die Grünen, vier für die SPD, drei für die Liste FW/ÖDP und einen für die FDP - wäre das die konstruktivste Lösung. Die Wahlbeteiligung im Stadtbezirk lag zwei Prozentpunkte niedriger als in der Gesamtstadt, bei 47,2 Prozent.

Gewählt wurden - CSU: Sebastian Kriesel, Christa Zeilermeier, Manfred Spannagl, Christina Stelzer, Barbara Götz-Schubach, Sibylle Schrott, Leopold Arning, Herbert Forster, Silvia Weber. Grüne: Karin Binsteiner, Dagmar Mosch, Boris Schwartz, Wolfgang Bösing, Alice Beining, Siegfried Liedl. SPD: Thomas Hampel, Brigitta Bacak, Florian Ritter, Sebastian Kratzer. FW/ÖDP: Roland Jung, Klaus Ziegler, Anke Roth. FDP: Tobias Müller.

© SZ vom 21.03.2020
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