Autsch! Das muss ja ganz schön weh tun. Diese rote, fleischige, verrenkte Hand, die sich durch eine Verletzung in eine monströse Pranke verwandelt hat. Zumindest hat man das durch Cartoon-Serien wie „Tom und Jerry“ oder „The Bugs Bunny Show“ gelernt. Dass sich Körperteile durch einen Schlag oder eine Quetschung riesig aufblasen. Und genauso sieht nun auch die Hand der männlichen Figur auf dem 2026 entstandenen Gemälde „Hurt Hand“ von Dana Schutz aus, das aktuell in der Graphischen Sammlung München in der Pinakothek der Moderne hängt. Zu sehen ist das Motiv dort zwei Mal. Als großes Gemälde, wie erwähnt, auf dem neben der großen Hand der gebückten Figur deren knallroter Pullover ins Auge springt. Und als mit Kohle gezeichnete und auf wenige Umrisse reduzierte Skizze.
Dana Schutz in MünchenDie Entdeckung einer virtuosen Zeichnerin
Lesezeit: 3 Min.

Dana Schutz „The Rally“ von 2025. Vielschichtige Verfahren kennzeichnen die Werke der New Yorker Künstlerin.
Two Palms und David Zwirner / Foto: Stephen ArnoldDie Amerikanerin Dana Schutz gilt als eine der aktuell wichtigsten Malerinnen. In der Pinakothek der Moderne ist die Erschafferin surrealer, explosiver Farbwelten nun auch als virtuose Zeichnerin zu entdecken.
Von Jürgen Moises
