Kann abstrakte Kunst die Welt retten? Diese Frage mag seltsam oder gar vermessen klingen. Vor hundert Jahren aber glaubten nicht wenige Künstler daran, dass das gelingen kann. Einer davon war der französische Maler Auguste Herbin, dem das Lenbachhaus in München aktuell eine beeindruckende Ausstellung widmet. Herbin war in Frankreich einer der Pioniere der abstrakten Kunst. Er war Kommunist, stammte aus einfachen Verhältnissen. Seine Eltern arbeiteten in der Kleinstadt Le Cateau-Cambrésis in einer Textilfabrik. Und das mag mit ein Grund sein, warum der 1882 geborene und 1960 gestorbene Herbin an eine „Kunst für alle“ glaubte. An eine, die mit den Mitteln der Abstraktion den Menschen und die Gesellschaft verbessern kann.
Auguste Herbin im LenbachhausDer Nachbar von Picasso
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Das Münchner Lenbachhaus ehrt mit Auguste Herbin einen vergessenen Pionier der Abstraktion, der als Kommunist an eine Kunst für alle glaubte.
