Als John Lennon und Yoko Ono 1969 im Amsterdamer Hilton-Hotel vor aller Augen miteinander ins Bett gingen, war ihr Haar ihre geringste Sorge. Der berühmte Drei-Wetter-Taft-Slogan „Die Frisur sitzt“ war noch nicht ins kollektive Gedächtnis eingedrungen und Farrah Fawcett schüttelte erst später als „Engelchen“ für Charlie ihre aufgeföhnte Löwenmähne. Es war die Zeit von Woodstock, Love&Peace, des Musicals „Hair“ und der Hippies. Und da galt die Devise: Let them grow! Hauptsache wild und ungezähmt sollte es aussehen. Denn was auf dem Kopf und im Gesicht sprießte, war Ausdruck des Protests – gegen die Älteren, das Establishment, die Politik, das Militär, den Krieg.
Münchner Ausstellung „Haar – Macht – Lust“Love is in the Hair
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Eine Ausstellung in der Münchner Kunsthalle führt durch einige Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte der Menschheit und zeigt: Das Faszinosum Haare ist noch lange nicht auserzählt.
Von Evelyn Vogel
