Der Druck durchzuhalten, ist groß für Thien N. Die 23-Jährige aus Vietnam arbeitet in einem Münchner Supermarkt und macht dort ihre Ausbildung. In Wirklichkeit heißt Thien N. anders, ihr Name wurde zu ihrem Schutz geändert. 2024 kam sie über eine vietnamesische Vermittlungsagentur nach Deutschland – Kosten: rund 20 000 Euro für Sprachkurs, Visum, Flug und Vermittlungsgebühr. In einem Land, in dem das Durchschnittseinkommen bei etwa 245 Euro im Monat liegt, ist das ein Vermögen. Die Familie musste dafür Schulden machen. Scheitern ist für N. deshalb keine Option.
Arbeitskräftemangel„De facto ist das legalisierter Menschenhandel“
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Deutschland gehen die Auszubildenden aus. Immer mehr junge Menschen werden deshalb im Ausland angeworben – offenbar auch mit unlauteren Mitteln. Betroffene berichten von dramatischen Konsequenzen.

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