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Au:22-Jährige wird von Aufzugkabine eingeklemmt

  • Am Montagvormittag ereignete sich in einem Altbau in der Au ein schwerer Unfall mit einem Aufzug.
  • Eine 22-Jährige öffnete die Kabinentür, bevor der Fahrstuhl das Stockwerk komplett erreichte.
  • Beim Versuch nach oben zu klettern, setzte sich der Lift wieder in Bewegung und quetschte die Auszubildende ein. Die Feuerwehr befreite sie. Sie erlitt Brüche im Beckenbereich.

Offenbar hat ein Bedienfehler und kein technischer Defekt zu dem Unfall mit einem Aufzug geführt, bei dem am Montagvormittag eine 22-Jährige in der Au schwer verletzt worden war. Nach Informationen der Polizei habe die Münchnerin die innere Tür des Fahrstuhls Baujahr 1912 geöffnet, als dieser seine Fahrt kurz vor Erreichen des Stockwerks verlangsamte. Durch einen nur 50 Zentimeter hohen Spalt habe sie versucht, in dritte Etage des Altbaus in der Schweigerstraße zu klettern und hielt sich dabei an den Gittertüren des Fahrstuhlschachtes fest.

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Währenddessen setzte sich der Fahrstuhl aber wieder in Bewegung und fuhr abwärts. Die Auszubildende wurde daraufhin vom Aufzug eingeklemmt und zog sich massive Frakturen im Beckenbereich zu. Kolleginnen, die offenbar durch Schreie alarmiert worden waren, wählten den Notruf. Die Feuerwehr musste die Kabine mit einer Brechstange nach oben hebeln, um die junge Frau befreien und erstversorgen zu können. Anschließend wurde sie in den Schockraum einer Münchner Klinik gebracht. Sie muss weiter stationär versorgt werden.

Bei modernen Aufzügen ist das Öffnen der Kabinentür während der Fahrt nicht ohne Weiteres von Hand möglich, bei älteren Modellen aber teilweise schon. Laut ersten Angaben der polizeilichen Ermittler steuert auch ein Kontakt in der Bodenplatte der Kabine die Antriebsmechanik. Beim Versuch nach oben zu klettern, entlastete die junge Frau offenbar diesen Gewichtssensor, woraufhin der Fahrstuhl überhaupt erst wieder nach unten fuhr.

Trotz seines Alters sei der Lift ordnungsgemäß betrieben und gewartet worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Am Tag des Unfalls hatte die Feuerwehr den Aufzug vorsorglich außer Betrieb genommen.