Allach – Alles außer langweilig

Das Erscheinungsbild Münchens verändert sich besonders stark mit den Neubaugebieten, die auf Industriebrachen, früheren Kasernenarealen oder sonst noch vorhandenen Freiflächen entstehen. Uniforme Quartiere, immer die gleichen Kästen, belanglose Architektur - die Qualität dieser modernen Viertel steht immer wieder in der Kritik. In Allach ist mit der "neuen Gerberau" eine Anlage mit rund 150 Eigentumswohnungen auf einem ehemaligen Parkplatz der Firma MAN für 1400 Fahrzeuge entstanden (Büro Goetz Castorph, München). Die Jury sah in dem Ensemble von fünf Häusern alles andere als langweilige Einheitsarchitektur.

Charakteristisch sind die bodentiefen Fenster und die allseitig umlaufenden Loggien sowie die großzügige Esplanade mit den Grün- und Freiflächen zwischen den Gebäuden. Die Bewohner profitieren zudem von einer guten Verkehrsanbindung. Ganz in der Nähe liegt die S-Bahnstation Karlsfeld und auch die Autobahnen sind schnell erreichbar. Entstanden sei ein klares Gefüge mit einem gelungen Zusammenspiel von Häusern und Freiflächen, sagt Juryvorsitzender Amandus Samsøe Sattler. Diese Komposition habe die Jury sehr angesprochen: "Es wäre nur zu begrüßen, wenn sich auch andere Neubau-Quartiere ein Beispiel daran nehmen könnten."

Bild: Alessandra Schellnegger 17. Dezember 2019, 11:302019-12-17 11:30:12 © SZ vom 17.12.2019/vewo