NachverdichtungDie besten Lückenfüller in München

In einer immer enger werdenden Stadt ist Kreativität gefragt bei der Nachverdichtung. Das Bauministerium hat nun vorbildliche Projekte prämiert - viele davon in München. Ein Überblick.

Fürstenried – Menschen statt Autos

Garagenhöfe in einer typischen Nachkriegssiedlung in Fürstenried, auf der 104 Stellplätze untergebracht waren, verschwanden - dafür kamen zwei Neubauten mit jeweils 24 Metern Höhe und 48 Wohnungen (Breining Buchmaier Architekten, München). Die Planungen der Wohnungsgenossenschaft München West südlich der Schaffhauser Straße stießen anfangs auf heftige Proteste der Anwohner. Sie fürchteten mehr Verkehr und eine Verschattung ihrer Wohnungen durch die achtgeschossigen Punkthäuser.

Aufgrund der hohen Nachfrage an familiengerechten Wohnungen innerhalb der Genossenschaft sollten anstatt der Garagenhöfe vor allem Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen und Grünflächen entstehen. Gebaut wurden auch zwei doppelstöckige Tiefgaragen, die für das Projekt technisch und finanziell eine große Herausforderung gewesen seien, heißt es bei der Genossenschaft. Der Bau habe ohne wesentliche Beeinträchtigung für die Anwohner erfolgen können.

Die Wohnungsgenossenschaft sieht große Vorteile durch das Neubau-Projekt. Langjährig suchenden Mietern habe man zeitgemäße, aber auch bezahlbare Wohnungen anbieten können, die weit unter dem Münchner Mietniveau lägen. Der Juryvorsitzende spricht von einer gelungenen und sinnvollen Ergänzung der Wohnanlage.

Bild: Alessandra Schellnegger 17. Dezember 2019, 11:302019-12-17 11:30:12 © SZ vom 17.12.2019/vewo