Prominenter WohnungsstreitArchitekt Stephan Braunfels soll nach 56 Jahren aus seiner Wohnung geklagt werden

Lesezeit: 3 Min.

Architekt Stephan Braunfels vor Gericht.
Architekt Stephan Braunfels vor Gericht.
Robert Haas

Verliert der Schöpfer der Pinakothek der Moderne wegen einer Schuhablage seine Bleibe? Vor dem Amtsgericht kommt es zum Showdown zwischen dem bekannten Architekten und einem Immobilienkonzern.

Von Patrik Stäbler

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Gut eine halbe Stunde ist diese Güteverhandlung vor dem Amtsgericht München alt, als Stephan Braunfels an den Richtertisch tritt – mit einer Bauzeichnung in der Hand. Nachdem er den Papierbogen aufgeklappt hat, macht der 75-Jährige das, was er zeit seines Lebens zigmal getan hat: Er erläutert ein Bauvorhaben, das auf den Plänen dargestellt wird. Allein hierbei handelt es sich nicht etwa um die Pinakothek der Moderne oder den Parlamentsneubau des Paul-Löbe-Hauses in Berlin, die beide von dem bekannten Architekten entworfen wurden. Vielmehr betreffen die Pläne seine eigene Wohnung am Englischen Garten, in der er seit mehr als einem halben Jahrhundert zur Miete lebt. Und aus der er nun per Räumungsklage gedrängt werden soll, weil der Eigentümer jenes Bauvorhaben umsetzen will – so sieht das zumindest Braunfels.

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