bedeckt München

Aquarien:Weil Fische nicht traurig werden

Ein Fisch lässt sich nicht streicheln. Er hört auf keinen Namen. Er legt sich nicht dazu, wenn man auf der Couch sitzt. Trotzdem gibt es Fische, die zutraulich sind, sagt Peter Marschick.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Peter Marschick hatte Probleme, die Ladenmiete zu zahlen. Dann kam Corona und auf einmal kaufen die Leute wie verrückt Aquarien. Gibt es den richtigen Fisch für jeden Menschen? Und: Sind sie gar die perfekten Pandemie-Haustiere?

Von Julia Huber

Peter Marschick ist eigentlich Pessimist. Das sagt er selbst so. Er hat einfach schon viel Mist erlebt. Und dazu passte, dass er mit seinem Geschäft, dem "Aquaristik Paradies Haidhausen", seit Jahren zu kämpfen hatte. Nie verkaufte er genug. Immer musste er gucken, wie er die Miete zahlt. Aber letztes Jahr veränderte alles. Plötzlich kamen die Menschen und wollten Fische. Sie wollten das volle Paket: Aquarien, Pflanzen, Futter. In manchen Wochen kauften sie seinen Laden halb leer. Plötzlich war Peter Marschick, der Pessimist, ein Gewinner unter lauter Verlierern.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Coronavirus - Köln
Corona-Auflagen
Was Ausgangssperren bringen
Studium: Studenten in einem Hörsaal der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
Jurastudium
Am Examen gescheitert
SZ-Serie "Beziehungsweise", Folge 1
Gibt es Liebe ohne Sex?
Eichhörnchen in der Ukraine
Geldanlage
So findet man den passenden ETF
He doesn't even care; fremdgehen
Fremdgehen
"Was kommt zuerst: die Unzufriedenheit oder die Untreue?"
Zur SZ-Startseite