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Opferanwältin:"Ich behalte gerne die Kontrolle"

"Ich bin ein Aktivomat", sagt Antje Brandes. 5500 Fälle von Vergewaltigung und häuslicher Gewalt hat die Anwältin bisher bearbeitet.

(Foto: Catherina Hess)

Die Rechtsanwältin Antje Brandes vertritt misshandelte Frauen und Kinder vor Gericht. Wer besonders gefährdet ist, was sie am deutschen Strafrecht kritisiert und woran sie zu erkennen glaubt, was Richter im Prozess denken.

Interview von Susi Wimmer

Wenn Antje Brandes innerlich kocht, dann herrscht für den Bruchteil einer Sekunde Ruhe im Gerichtssaal. Sie neigt den Kopf ein kleines Stück nach unten, blickt ihr Gegenüber über den Rand ihrer Brille an, lächelt amüsiert, und pariert dem Anwalt der gegnerischen Seite mit knackigen Sätzen. "Die Juristen kannst du in zwei Kategorien einteilen", sagt die Rechtsanwältin. Jene, die immer gerne alles überdenken, abwägen, Zeit benötigen. Und dann "die, die Kontra geben, die aus der Hüfte schießen, Konflikte nicht scheuen und sofort widersprechen". Zu Letzteren zählt sich die 53-jährige Fachanwältin für Strafrecht, "weil es einfach spannender ist".

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