Diskussion im Residenztheater:Vom schmerzhaften Gefühl, nirgendwo mehr sicher zu sein

Diskussion im Residenztheater: Bei einer Kundgebung auf dem Odeonsplatz fordert eine Teilnehmerin "Keine Toleranz für Antisemitismus". Doch judenfeindliche Vorfälle häufen sich.

Bei einer Kundgebung auf dem Odeonsplatz fordert eine Teilnehmerin "Keine Toleranz für Antisemitismus". Doch judenfeindliche Vorfälle häufen sich.

(Foto: Stefan Puchner/dpa)

Differenzen, aber auch Einigkeit: In einer lebhaften Debatte suchen vier jüdische Menschen nach Antworten auf den wachsenden Antisemitismus in Deutschland und berichten von der Angst, mit der sie täglich leben müssen.

Von Ekaterina Kel

Bevor die Zuschauerinnen und Zuschauer den Saal betreten, will ein Mitarbeiter des Residenztheaters mit einer Taschenlampe in die Handtaschen leuchten. Ungewohnt an diesem Ort. Es ist wohl mehr Sicherheit als sonst geboten: Vier jüdische Menschen sind an diesem Samstagabend geladen. Und genau hier steckt schon der Stachel. Denn wie kann es sein, dass ein Auftritt jüdischer Menschen einen zusätzlichen Sicherheitscheck nötig macht, ausgerechnet in Deutschland? Und was bedeutet die Prämisse "Nie wieder!" eigentlich genau?

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