Anschlag auf Verdi-DemoEine Bank am Flaucher als Gedenkort

Auf dem goldenen Schild an der Rückenlehne der Bank am Flaucher sind die Namen der beiden Opfer eingraviert, Amel und Hafsa.
Auf dem goldenen Schild an der Rückenlehne der Bank am Flaucher sind die Namen der beiden Opfer eingraviert, Amel und Hafsa. (Foto: Catherina Hess)

Amel und Hafsa, Mutter und Tochter, starben im Februar, als ein Mann sein Auto in einen Demonstrationszug lenkte. Nun wurde ein Ort geschaffen, der Trost spenden soll.

Von Heiner Effern

Eine neue Bank im Grünen, gleich hinter dem Flaucher, den die Familie so gerne mochte. An dem sie spazieren ging, als noch alles gut war. Auf dem goldenen Schild an der Rückenlehne sind die Namen Amel und Hafsa eingraviert, daneben hängt ein buntes Herz. Mit dieser Bank gedenkt die Stadt München Mutter und Tochter, die ein Attentäter am 13. Februar 2025 in der Seidlstraße mit seinem Auto getötet hatte, als er bewusst in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi gefahren war.

Der engste Familienkreis traf sich am Dienstag zur Übergabe der Bank an die Öffentlichkeit. Sie soll ein Ort des Trostes und der Erinnerung sein. Die 37 Jahre alte Amel, angestellt bei der Münchner Stadtentwässerung, und ihre zwei Jahre alte Tochter Hafsa waren bei dem Anschlag so schwer getroffen worden, dass sie kurz danach verstarben. 44 Personen wurden verletzt.

„Ich bin auch heute noch tief erschüttert vom Tod unserer Mitarbeiterin und ihrer Tochter. Durch den brutalen Anschlag wurde eine junge Familie zerstört, die ihr Leben noch vor sich hatte“, erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in einer Mitteilung. Der bei der Tat 24 Jahre alte Farhad N. wurde wegen Mordes in zwei Fällen, versuchten Mordes in 44 Fällen und weiterer Delikte angeklagt. Die Bundesanwaltschaft geht von einem islamistischen Motiv aus.

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