Anne-Sophie Mutter in München:Ein aberwitzig anspruchsvolles Violinkonzert

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Eine kühle und glänzende Solostimme: Anne-Sophie Mutter spielte ein Stück von John Williams. (Foto: Barbara Gindl/dpa)

Anne-Sophie Mutter spielt mit dem Dallas Symphony Orchestra ein Stück, das John Williams für sie komponiert hat.

Kritik von Rita Argauer

Es ist ein besonderer Moment, als die Komponistin Sophia Jani in der Isarphilharmonie auf die Bühne kommt. Das Dallas Symphony Orchestra unter der Leitung seines Chefdirigenten Fabio Luisi hat gerade ihr Orchesterstück „Flare“ gespielt. Ein zwischen Mystik und Glanz schwankendes Werk, aufbauend auf kleinen Impulsen. Später dann fast ein Drumset-Rhythmus, der mit Glockenklängen verklingt, während die Streicher über Blue Notes schleifen. Ein zeitgenössisches Stück einer jungen Münchner Komponistin (geboren 1989), das von einem US-amerikanischen Orchester auf Tournee gespielt wird. Ein Stück, das sich von der Abstraktion und der Atonalität der Nachkriegsmoderne verabschiedet hat und zwischen Minimal und großer Form ganz selbstbewusst eigenständig ist. Da beginnt etwas. 

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