Steueroasen rund um München:Steuertricks: Was es mit einem blinden Fleck mitten im Wald auf sich hat

Steueroasen rund um München: Der angebliche Büroraum im Steuerstadl im Ebersberger Forst war 15,53 Quadratmeter groß, immerhin bis zu sieben Firmen sollen dort ansässig gewesen sein.

Der angebliche Büroraum im Steuerstadl im Ebersberger Forst war 15,53 Quadratmeter groß, immerhin bis zu sieben Firmen sollen dort ansässig gewesen sein.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Andrea Tandler wurde wegen ihrer Maskendeals verurteilt. Bei anderen fragwürdigen Firmensitzen in Gewerbesteueroasen rund um München wird aber kaum oder gar nicht ermittelt. Ein Blick ins Dickicht.

Von Klaus Ott

Diese 412 Seiten über Deutschlands seltsamste Steueroase lesen sich wie eine akribisch zusammengetragene Anklage. Da ist von erheblicher krimineller Energie die Rede. Beschrieben wird ein System, mit dem jahrelang systematisch Steuern in Millionenhöhe hinterzogen worden seien. Und wie dies alles vertuscht worden sei. In vielen Details wird geschildert, unter welch absurden Umständen Firmen aus dem Konzern der Hypo-Vereinsbank (HVB) angeblich mitten im Wald ein Büro betrieben haben.

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