Lokalrunde:Neustart in der Altstadt

Geschwister Eisenbarth

Kuchen gibt es, daran hat sich nichts geändert. Doch im Inneren des Cafés Guglhupf haben Marc und Irmi Eisenbarth einiges geändert.

(Foto: BB Media Consult)

Die Geschwister Eisenbarth übernehmen das Café Guglhupf. Michael Käfer präsentiert sein Team für das Green Beetle

Von Franz Kotteder

Klassische Cafés haben es nicht leicht in der Altstadt. Mit Kaffee und Kuchen lässt sich oft nicht genug verdienen, um die hohen Gewerbemieten im Zentrum zu bezahlen. So könnte man es durchaus verstehen, wenn die nachkommende Generation alteingesessener Cafetiers lieber die Finger von diesem Geschäft lässt, insbesondere nachdem die Corona-Pandemie in den vergangenen eineinhalb Jahren das Geschäft ordentlich verhagelt hat. So war es auch fraglich, ob das Café Guglhupf unweit des Marienplatzes weiterbestehen würde. 1977 hatte Alfred Eisenbarth das bayerische Kaffeehaus mit 600 Plätzen in der damals recht modernen Neubau-Passage mit Innenhof eröffnet, zusammen mit seiner Frau. Nach deren frühem Tod führte er es weiter; seine Kinder wählten aber andere Berufe. Sohn Marc ging zu BMW, Tochter Irmi an die Hochschule, sie ist heute Professorin für Wirtschaftswissenschaften, immerhin mit dem Schwerpunkt Tourismus und Gastronomie, und auch der Sohn betätigt sich im Urlaub als Wiesnwirt: Er kümmert sich auf dem Oktoberfest um die "Café-Dreh-Bar Guglhupf".

Nun aber musste Eisenbarth der Ältere aus Krankheitsgründen nach 44 Jahren die Führung des Cafés abgeben, und die Kinder zögerten erst wegen ihrer anderen Berufe, entschieden sich aber dann: Wir machen weiter! Während des Lockdowns renovierten sie. Der Vermieter, die Unternehmensgruppe Doblinger, verzichtete auf Mieteinnahmen und unterstützte die Renovierung umfänglich, und seit Kurzem steht das Guglhupf runderneuert wieder da. Nach wie vor gibt es nicht weniger als 50 verschiedene Eissorten. Neu sind auf der Karte die veganen Frühstücksbowles und weitere tierfreie Gerichte, ausgeschenkt wird König-Ludwig-Bier und der neue Lavendellikör Lav'abelle. Die Dachterrasse kann man künftig auch für Veranstaltungen mieten (Kaufingerstraße 5, Montag bis Samstag 9-18 Uhr, Sonntag 10-18 Uhr, Lounge auf der Dachterrasse donnerstags bis samstags bis 22 Uhr, Telefon 260 88 68, www.cafe-guglhupf.de).

Vegetarisch und vegan wird es auch bei Käfer. Derzeit arbeitet das Feinkosthaus noch an seinem neuen Lokal Green Beetle unweit des Stammhauses an der Prinzregentenstraße. Das Team, das Michael Käfer versammelt hat, besteht an der Spitze aus dem Restaurantleiter Andreas Weber, Chefkoch Felix Adebahr und dem Patron Bobby Bräuer, dem Zwei-Sterne-Koch aus der BMW-Welt. Für Design und Innenarchitektur zeichnen Thomas Mang und Stefan Mauritz von Mang Mauritz verantwortlich. Die Eröffnung ist für Anfang September geplant (Green Beetle, Schumannstraße 9).

© SZ vom 30.07.2021/van
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