Staatsschutz ermittelt:Antisemitische Attacke in der Innenstadt

Staatsschutz ermittelt: Mitten in der Stadt, vorm Bratwurst Glöckl am Dom, ereignete sich der Übergriff.

Mitten in der Stadt, vorm Bratwurst Glöckl am Dom, ereignete sich der Übergriff.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Ein 44-Jähriger hat mitten in der Stadt einen anderen Mann angegriffen und beschimpft. Ein Begleiter des Opfers konnte den Angreifer wegziehen.

Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg hat am vergangenen Samstag vor dem Bratwurst Glöckl am Dom einen Berliner antisemitisch beleidigt und geschlagen. Der 44 Jahre alte Angreifer habe den 33-jährigen Berliner gegen 20 Uhr unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Nachdem der Berliner zu Boden gegangen war, setzte sich der Angreifer auf ihn und steckte ihm mehrere Finger in den Mund. Dabei rief er "Judenschwein" und "scheiß Hipster".

Ein Begleiter des Opfers konnte den Angreifer wegziehen. Die Polizei zeigte den 44-Jährigen wegen Volksverhetzung, Körperverletzung und Beleidigung an. Er war im vergangenen Jahr schon einmal mit ähnlichen Beleidigungen aufgefallen. Der 33-Jährige kam mit einer blutigen Lippe davon. Jude ist er nicht.

© SZ vom 20.05.2021 / anh/van/infu
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