Goldglänzendes, gelocktes, federleicht wirkendes Haar und ein Schleier, der wie feines Gespinst wirkt, umspielen das gekrönte Haupt der Frau. Fast wirkt sie, als sei sie ein Wesen aus einer anderen Welt. Die farblich seltsame Corona über ihrem Kopf – halb Heiligenschein, halb übernatürliche Lichterscheinung – verstärkt diesen Eindruck noch. Doch auch wenn diese Madonnendarstellung sinnlich und fast überirdisch wirkt, zeigt die „Maria als Himmelskönigin“ des Dürer-Schülers Hans Baldung Grien auch eine ganz und gar irdische und sehr realistische Seite: die entblößte Brust, an der das Kind vehement saugt.
Alte PinakothekWer war der Mäzen, der den wertvollen Marien-Ankauf möglich machte?
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Hans Baldung gen. Grien lebte von 1484 bis 1545 und war ein Schüler Albrecht Dürers. Die „Maria als Himmelskönigin“ entstand um 1516/18. Die Holztafel ist zwar nur 35 auf 25,5 Zentimeter groß, aber hat viel zu erzählen.
Sibylle Forster / Bayerische StaatsgemäldesammlungenErstmals tritt die Pesl-Stiftung Bayern öffentlichkeitswirksam auf mit dem Erwerb der „Maria als Himmelskönigin“ von Hans Baldung Grien für die Alte Pinakothek. Wer steht hinter diesem kunsthistorischen Coup und welche Zukunftspläne hat die Stiftung?
Von Evelyn Vogel
