Ein einziges Mal erntet Emily Armstrong ein paar Pfiffe. Gut möglich, dass die Sängerin von Linkin Park sich das nachher im Backstage-Bereich von einem Ortskundigen erklären lassen muss. Denn eigentlich – das weiß sie nach ihren ersten beiden Jahren als Neuzugang im derzeitigen Spitzenteam der Champions-League des Rock – macht sie alles richtig in diesem ersten von zwei ausverkauften Konzerten in München. Noch bei der vorletzten Nummer „Heavy Is The Crown“ hat sie alles aus diesem um ihr immenses Organ hochgerüsteten Fantasy-Song herausgeholt, schmissig wie ein Katapult, mit einem fiesen Fauchen und Schwertsirren in der Stimme, das jeden Dämon im Umkreis bis hinter die Alpen vertrieben haben dürfte.
Erstes von zwei KonzertenDie dunkle Sonne im System – so glänzen Linkin Park in München
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Die Männer der „erfolgreichsten Band des 21. Jahrhunderts“ mühen sich redlich, aber die wahre Lässigkeit strahlt die neue Linkin-Park-Sängerin Emily Armstrong in der Allianz-Arena aus: durch kontrollierten Kontrollverlust.
Kritik von Michael Zirnstein
