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München-Allach: Unglück in Asphaltwerk:Zwei Tote bei Betriebsunfall

Eine tonnenschwere Bitumenplatte begräbt in einem Asphalt-Mischwerk in Allach zwei Leiharbeiter unter sich. Rettungskräfte können in dem engen Teersilo die beiden Opfer nur noch tot bergen.

Bei einem Betriebsunfall in einem Asphalt-Mischwerk in Allach sind am Mittwochnachmittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Der 24-jährige Rumäne und der 26-jährige Deutsche sollten im Rahmen von Wartungsarbeiten eine verkeilte Kaltbitumenplatte von der Wand eines Teersilos entfernen. Dabei löste sich eine etwa 2,5 Tonnen schwere Platte und begrub die Leiharbeiter unter sich.

Die Rettungskräfte - 30 Mitarbeiter der Münchner Berufsfeuerwehr und 14 Freiwillige aus Allach - hatten wegen der beengten Platzverhältnisse in dem Silo große Mühe, die Opfer zu bergen. Sie sicherten die Bitumenplatte zunächst mit Lufthebekissen und einem Mehrzweckzug. Parallel dazu verschafften sich die Feuerwehrmänner einen Zugang über die Entladeklappe des Silos. Gegen 18 Uhr, zwei Stunden nach dem Unglück, gelang es den Einsatzkräften, die beiden Verschütteten tot zu bergen. Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams waren zur Betreuung der Kollegen der beiden Verstorbenen präsent. Zur Ermittlung des Unfallhergangs nahm die Kriminalpolizei München die Arbeit an der Unfallstelle im Paul-Ehrlich-Weg auf.

Mitarbeiter des Unternehmens wollten auf Anfrage keinen Kommentar zu dem Unfall abgeben. Die Bayerischen Asphalt-Mischwerke, kurz BAM, existieren seit 1969 und sind inzwischen mit sechs Standorten im Freistaat vertreten. Die Unternehmenszentrale ist in Hofolding angesiedelt. Die Produkte der Firma werden hauptsächlich im Straßenbau, aber auch für die Konstruktion von Brücken und Schienenwegen und im Wasserbau verwendet. Kaltbitumen, auch bekannt unter dem Namen Kaltasphalt, dient unter anderem der Verbindung zwischen Asphalt und Beton.