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Allach/Untermenzing:Inklusive Spielwerkstatt

Stadt lässt leer stehendes Haus zur Kindertagesstätte umbauen

Von Anita Naujokat, Allach/Untermenzing

Die Stadt lässt ihr seit Langem leer stehendes Gebäude an der Eversbuschstraße 155 in der Nähe des Vereinsheims in eine Kindertagesstätte umwandeln. Die Vollversammlung des Stadtrats hat am Mittwoch beschlossen, das stadteigene Anwesen sanieren und umbauen zu lassen. Die Planungen sehen einen zweigruppigen Kindergarten mit einer Teeküche, Personal- und Nebenräumen sowie einer Anlage im Freien vor. Die Kostenobergrenze beläuft sich auf knapp mehr als zwei Millionen Euro. Die Federführung hat das Kommunalreferat.

Mit dem Umbau geht, untermauert von einem eigenen und einem Antrag der SPD-Rathausfraktion, ein großer Wunsch des Allach-Untermenzinger Bezirksausschusses in Erfüllung. Denn Betreiberin soll der Integrationskindergarten "Spielwerkstatt Allach-Untermenzing" werden, eine der ersten Einrichtungen mit einem innovativen und inklusiven Konzept im Münchner Nordwesten, deren bisherige Bleibe an der Augustenfelder Straße abgerissen wird.

Das Haus selbst ist Teil des geschützten Ensembles "ehemaliger Dorfkern Allach". Das Gebäude soll in seiner äußeren Gestalt weitgehend unverändert bleiben. "Für den ehemaligen Allacher Ortskern hat das Anwesen Eversbuschstraße 155 eine sehr hohe Bedeutung", sei aber wegen des Ensembleschutzes auch eine große Herausforderung, äußerte sich Kommunalreferentin Kristina Frank. Doch im Zusammenspiel mit dem auf dem Gelände des Vereinsheims geplanten Kulturbürgerhaus werde Allach so noch mal deutlich aufgewertet. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Herbst beginnen.

© SZ vom 19.06.2020

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