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München heute:Stadt will Alkoholverbot auf Plätzen / Söder empfängt die Triple-Sieger

Menschen feiern in München während der Corona-Pandemie

Hunderte Menschen: In lauen Nächten geht es auf dem Gärtnerplatz derzeit hoch her.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Tabea Huser

Eigentlich sollte es um Toiletten gehen. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte für heute zu einem Runden Tisch zum Thema Gärtnerplatz eingeladen - um Klos ging es aber dann gar nicht. Auch nicht um den Lärm oder die Wildpinkler, über die sich Anwohner seit Jahren beschweren. Stattdessen haben sich Vertreter von Stadt und Polizei über - Überraschung - Corona-Auswirkungen unterhalten.

In Pandemie-Zeiten rückte die Polizei bereits 16-mal aus, um den Platz zu räumen. Grund dafür war nicht der Lärmpegel, sondern die Missachtung der Abstandsregeln. Tausende versammelten sich an manch einem Abend auf dem Gärtnerplatz. Am vergangenen Wochenende verzeichnete das Gesundheitsamt 139 Covid-19-Neuinfektionen in München. Die Sieben-Tages-Inzidenz war damit erneut deutlich gestiegen, auf 30,92. Ab einem Wert von 35 werden in Bayern drastischere Maßnahmen notwendig.

Und weil es ganz so aussieht, als würden die bisherigen Regeln nicht mehr wirklich ernstgenommen, wird nun nach Mitteln gesucht, die einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen verhindern. Eines dieser Mittel wäre ein Alkoholverbot - das dann nicht nur den Gärtnerplatz träfe, sondern Orte in der ganzen Stadt. Konkret heißt das: Kein Bier nach 21 oder 22 Uhr - sollte die Zahl neu aufgetretener Krankheitsfälle steigen. Mein Kollege Franz Kotteder hat als Gastro-Reporter gewiss nichts gegen eine Halbe Bier. Ein temporäres Verbot könnte aber sinnvoll sein, schreibt er in seinem Kommentar - denn ohne Abstand droht den Menschen schlimmeres als ein trockener Abend.

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© SZ.de/tah
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