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Streit um Arbeitszeiten:Ärzte der Münchner Unikliniken streiken am Dienstag

Vierte Runde im Tarifkonflikt der Krankenhaus-Ärzte

Mehr als zwei Drittel der rund 2000 an den Münchner Unikliniken beschäftigten Mediziner wollen am Warnstreik teilnehmen.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Alle planbaren Eingriffe und Behandlungen sollen deshalb verschoben werden. Die Mediziner fordern unter anderem verbindliche Regeln zur Begrenzung der Arbeitszeit.

Die Universitätskliniken von LMU und TU in München werden an diesem Dienstag ganztägig bestreikt. Der Notbetrieb ist aber gesichert. Die Ärztevereinigung Marburger Bund hat während der laufenden Tarifauseinandersetzungen mit den Ländern zum Warnstreik und zur zentralen Kundgebung nach Hannover eingeladen.

Dem Aufruf folgen wollen nach Angaben des lokalen Streikleiters Karim El-Mahdy auch mehr als zwei Drittel der rund 2000 an den Münchner Unikliniken beschäftigten Mediziner. Alle planbaren Eingriffe und Behandlungen würden deshalb verschoben. Der Klinikbetrieb sei aber gewährleistet, sagte El-Mahdy, "wir arbeiten mit Wochenendbesetzungen".

Den Ärzten geht es neben einer besseren Bezahlung um verbindliche Regelungen zur Begrenzung ihrer Arbeitszeit. So sollen Bereitschaftsdienste nur noch an zwei Wochenenden im Monat angeordnet werden dürfen. Die Arbeitgeberseite lehnt dies ab, weil betriebliche Abläufe nicht gestört werden dürften. Speziell in München pochen die Ärzte wegen hoher Lebenshaltungskosten auf eine bessere Bezahlung. Und sie verlangen das Ende von sogenannten Kettenverträgen. So ist es an Unikliniken nach wie vor zulässig, Ärzte über viele Jahre hinweg nur mit jeweils befristeten Verträgen zu beschäftigen.

© SZ vom 04.02.2020 / chro
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