HNO-Operationen bei Kindern:"Die Mangelverwaltung wird auf dem Rücken der Kinder ausgetragen"

HNO-Operationen bei Kindern: Immer weniger niedergelassene HNO-Ärzte führen ambulante Operationen durch - weil sich das finanziell nicht für sie lohnt.

Immer weniger niedergelassene HNO-Ärzte führen ambulante Operationen durch - weil sich das finanziell nicht für sie lohnt.

(Foto: imago images)

Weil sie meist draufzahlen müssen, verzichten viele Kinder-HNO-Ärzte mittlerweile auf ambulante OPs. Das führt zu langen Wartezeiten bei den jungen Patienten. In anderen Bundesländern gibt es mittlerweile Lösungsansätze für das Problem.

Von Nicole Graner

Marie geht es nicht gut. Jede zweite Woche sei sie krank gewesen, sagt ihre Mutter. Die Dreijährige aus München habe nicht mehr richtig atmen können, immer wieder habe sie mit zähem Schleim in der Nase zu kämpfen gehabt. Nichts habe richtig geholfen, keine Nasensprays, auch kein Cortison. Marie hört nicht mehr gut. Alles habe ihre Tochter nur noch "dumpf" wahrgenommen, sagt die 38-jährige Mutter. "Ich habe telefoniert und telefoniert. Ich war wirklich verzweifelt." Bis nach Regensburg gingen ihre Anfragen. Ob Arzt, ob Klinik, immer sei die Ansage gewesen: "Wir operieren gerade nicht", oder "das kann dauern".

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