München heute:Wer ist schuld an Eskalation bei Regionalliga-Derby? / SZ-Adventskalender erzielt Spendenrekord

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München heute: Ein Banner der Bayern-Anhänger mit dem Schriftzug "Bayern-Fanklub Kurdistan" war der Auslöser für den Spielabbruch.

Ein Banner der Bayern-Anhänger mit dem Schriftzug "Bayern-Fanklub Kurdistan" war der Auslöser für den Spielabbruch.

(Foto: Goldberg/Imago)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Sven Loerzer

Lichtblicke an trüben Tagen auszumachen, ist manchmal gar nicht so einfach, aber es gibt sie. In diesem grauen und düsteren Monat, in diesen von den Folgen der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine geprägten Zeiten, gibt es auch gute Nachrichten. Dank der großen Unterstützung der SZ-Leserinnen und -Leser für die 73. Hilfsaktion des "Adventskalenders für gute Werke der Süddeutschen Zeitung" macht Melinda in der zweiten Klasse das Lernen noch viel mehr Spaß: Sie hat jetzt einen Schreibtisch, an dem sie ihre Hausaufgaben erledigen kann. Und die alleinerziehende Mutter von Melinda und ihren zwei Geschwistern konnte noch weitere dringende Anschaffungen machen, zum Beispiel eine Waschmaschine und einen Esstisch. Der Mutter gab diese Unterstützung neuen Antrieb, ihr Leben zu meistern: Sie konnte eine Ausbildung abschließen und eine Stelle antreten.

Es ist ein Beispiel von vielen, wie die finanzielle Zuwendung des Hilfswerks Menschen neuen Anrieb geben kann, schwierige Lebenslagen zu bewältigen und neue Perspektiven zu entwickeln. Gerade für Alleinerziehende ist das Leben in einer teuren Großstadt nicht einfach, viele bleiben auf staatliche Unterstützung angewiesen - auch wenn sie Vollzeit arbeiten. Die Familien sind ständig knapp bei Kasse, für Wünsche der Kinder bleibt da kaum etwas übrig. Kommen dann noch unvorhersehbare Ausgaben dazu, weil die Waschmaschine oder der Kühlschrank ausfällt, oder steht die Jahresrechnung für die gestiegenen Stromkosten zur Bezahlung an, dann gerät das enge Budget in Schieflage. In diesen Zeiten sorgen sich immer mehr Menschen mit kleinem Einkommen darum, wie sie angesichts von Energiekrise und Inflation über die Runden kommen sollen.

Da ist es ein Lichtblick, dass Menschen, wenn staatliche Unterstützung nicht reicht, auf die Unterstützung der SZ-Leserinnen und -Leser zählen können. Mit dem Spendenrekord in Höhe von 10,8 Millionen Euro war es möglich, Tausenden von Menschen zu helfen. Wie sich das bewirken lässt und wieviel Zuversicht die Spenden geben können, erzählen eine Woche vor dem Start der neuen Aktion zwei alleinerziehende Mütter und eine Rentnerin, die mit einer kleinen Rente auskommen muss. Zu sehen, dass es ihnen besser geht als noch vor einem Jahr, macht froh.

DAS WOCHENENDE IN MÜNCHEN

Polizei und Bayern-Fans geben sich gegenseitig Schuld an Eskalation bei Regionalliga-Derby Wegen einer pro-kurdischen Zaunfahne, die die Heimmannschaft Türkgücü nicht im Stadion sehen wollte, stürmte die Polizei den Fanblock des FC Bayern II. Dessen Anhänger bezeichnen den Einsatz nun als unverhältnismäßig.

SPD-Parteitag: Geld ausgeben für günstige Mieten Die Münchner Sozialdemokraten bekennen sich zu Milliarden-Investitionen in bezahlbaren Wohnraum. Und attackieren den Freistaat, der zu wenig gegen die Wohnungsnot unternehme.

Wie das Dieselfahrverbot das Münchner Umland belastet Von Februar an dürfen ältere Diesel-Fahrzeuge nicht mehr auf dem Mittleren Ring fahren. Die Folgen werden auch an weit entfernten Orten zu spüren sein - und Pendler müssen Umwege machen (SZ Plus).

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Staatsregierung verzichtet auf Flughafenkonzept Darin sollte es etwa um eine bessere Verkehrsanbindung des Münchner Airports gehen. Die FDP kritisiert die Absage als Ausweichmanöver beim Thema dritte Start- und Landebahn.

Klinikum Neuperlach: Wenn der Weg in den Kreißsaal immer länger wird Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Pflegerinnen fürchten um die Zukunft der Geburtshilfe und Frauenheilkunde im Münchner Osten. Eine Gruppe von ihnen hat deshalb eine Petition gestartet, die bereits mehr als 10 000 Menschen unterstützen.

Zwei Autos auf Parkplatz der Bundeswehr-Uni in Neubiberg ausgebrannt Weil die beiden Pkw weit voneinander entfernt standen, vermutet die Feuerwehr Brandstiftung. Es entstand ein Schaden von 100 000 Euro. Die Polizei hält einen politischen Hintergrund für möglich.

Supermarkt-Kassierer betrügt Seniorin in Zorneding Der Mann buchte beim Einkauf der Kundin regelmäßig zusätzliche Summen ab - mit einer miesen Masche.

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