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Schwabing:Zu klein

Für große Streetball-Flächen, die auch Erwachsene nutzen können, fehlt oft der Platz

Von Ellen Draxel, Schwabing

Streetball ist in München in erster Linie ein Sport für Kinder und Jugendliche. Die Körbe in den städtischen Grünanlagen sind laut dem Leiter des Baureferats Gartenbau, Florian Hochstätter, daher "bewusst üblicherweise nicht auf Normhöhe angebracht". Diese Praxis, sagt er, werde "stadtweit als angemessen anerkannt".

Die niedrige Höhe der Körbe hat aber auch damit zu tun, dass häufig der Platz für große Spielflächen fehlt. Besonders eklatant ist das im Neubaugebiet am Ackermannbogen: Die halbkreisförmige Spielfläche an der Elisabeth-Kohn-Straße misst gerade mal 8,5 Meter in der Breite - das ist knapp die Hälfte dessen, was in den Empfehlungen für Streetballplätze steht. Aus diesem Grund, so Hochstätter, könne sein Referat dem Wunsch von Westschwabings Lokalpolitikern, einen zusätzlichen Basketballkorb in Normhöhe an dieser Stelle aufzustellen, "nicht entsprechen".

Aber nicht nur am Ackermannbogen, auch in der Siedlung rund um den Mildred-Scheel-Bogen wird es kein Basketballfeld für Erwachsene geben. Dort allerdings ist die Nähe der Wohnbebauung das Problem - und die Tatsache, dass zahlreiche Leitungsschutzbereiche des benachbarten Heizkraftwerks nicht überbaut werden dürfen. Bewohner aus dieser Ecke hätten es aber nicht weit zum nächsten Spielfeld, sagt Hochstätter: Im Petuelpark und im Nordteil des Luitpoldparks befinde sich jeweils eines.

© SZ vom 24.11.2020
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