München heute:Kritik an 3-G-Plänen für Bus und Bahn / Steuer-Anklage gegen Starkoch Schuhbeck

Lesezeit: 2 min

Coronavirus - Bayern - FFP2-Maskenpflicht

Im Münchner Nahverkehr muss man wieder eine FFP2-Maske tragen. Werden die Regeln bald noch strenger?

(Foto: dpa)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Andreas Schubert

Neulich wieder in der U-Bahn: Eine Person, die Maske unter der Nase, stellt sich eng an eng direkt neben mich. Was tun? Sich einfach woanders hinzustellen, war angesichts des vollen Waggons nicht möglich. Obwohl ich natürlich geimpft bin, bekomme ich in solchen Situationen - und sie werden jetzt im Winter immer häufiger - ein mulmiges Gefühl. Da klingt die Nachricht aus Berlin, dass die Ampelparteien eine 3-G-Pflicht im öffentlichen Nahverkehr planen, zumindest ein bisschen beruhigend. Und doch ist es schwer vorstellbar, dass die Deutsche Bahn und die Münchner Verkehrsgesellschaft dies künftig auch effektiv durchsetzen können. Sollen Fahrscheinkontrolleure diese Aufgabe übernehmen? Die Bundespolizei?

Bis jetzt sind diese Fragen noch nicht geklärt, die Verkehrsunternehmen tüfteln noch an Konzepten. Sie verweisen überdies darauf, dass wegen der Maskenpflicht die Ansteckungsgefahr nur gering sei. Wenn sie denn eingehalten wird. Der Fahrgastverband Pro Bahn meint, dass das Risiko auf den Veranstaltungen, zu denen man mit dem ÖPNV fahre, höher sei als in den Bussen und Bahnen selbst - gerade bei großen Veranstaltungen mit vielen Menschen. Wie etwa auf einem Weihnachtsmarkt.

Den städtischen Christkindlmarkt hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wegen der schwindelerregenden Inzidenzen und der übervollen Intensivstationen nun sogar abgesagt, obwohl der Aufbau der Buden schon weit gediehen war. Private Märkte dürfen noch stattfinden, allerdings nur für Besucher, die geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sind. "2G plus" heißt das dann. Den Markthändlern vom Marienplatz dürfte die Aussicht auf finanziellen Ausgleich nur ein schwacher Trost sein. Und wie die Betreiber der privaten Märkte, etwa in Haidhausen, auf die Schnelle ein Sicherheitskonzept hinbekommen, wird sich noch zeigen, auch ob die Münchner auf öffentlichen Plätzen wieder ganz auf Glühwein verzichten müssen. Das war bekanntlich vergangenes Jahr der Fall und sollte sich dieses Jahr nicht wiederholen. Zumindest nach heutigem Stand.

DER TAG IN MÜNCHEN

Steuer-Anklage gegen Starkoch Schuhbeck Die Staatsanwaltschaft München I wirft dem Restaurant-Betreiber vor, den Fiskus um zwei Millionen Euro geprellt zu haben. Wenn es zum Prozess kommt, steht für ihn einiges auf dem Spiel. Zum SZ Plus-Artikel

Novartis zieht in der Alten Akademie ein Der Schweizer Pharmakonzern mietet die gesamten Büroflächen in dem historischen Komplex an der Neuhauser Straße, den der Signa-Konzern von René Benko saniert. Die Miete soll rekordverdächtig hoch sein. Zum Artikel

Beschäftigte der Unikliniken streiken für mehr Lohn Mitten in der vierten Corona-Welle hat die Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik aufgerufen. Die akut notwendige Patientenversorgung soll gewährleistet sein - doch es kann zu längeren Wartezeiten in Ambulanzen oder der Notaufnahme kommen. Zum Artikel

"Wir können uns nicht vorstellen, dass der Beklagte zurück in den Dienst kommt" Ein Münchner Polizist sammelte und verschickte kinderpornografische Dateien - und wurde dafür verurteilt. Jetzt geht es um die Frage, ob die diagnostizierte "hypersexuelle Störung" für eine Milderung der Strafe sorgen kann. Zum Artikel

MÜNCHEN ERLESEN

Restaurants in München | Bars in München | Frühstück und Brunch

Zu den Landkreisen: Bad Tölz-Wolfratshausen | Dachau | Ebersberg | Erding | Freising | Fürstenfeldbruck | München | Starnberg

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB