Halbzeit-Bilanz Zehn Prozent weniger Besucher auf dem Oktoberfest

Es sind zwar weniger Besucher auf dem Oktoberfest als im Vorjahr, aber immer noch viele.

(Foto: imago/Ralph Peters)
  • In diesem Jahr sind etwa zehn Prozent weniger Besucher auf das Oktoberfest gekommen als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.
  • In ihrer Halbzeitbilanz machten die Verantwortlichen vor allem das schlechte Wetter verantwortlich.

Wie die Besucherzahlen sich entwickelt haben

Deutlich weniger Gäste als im Vorjahr hat bislang das diesjährige Oktoberfest angelockt. In der ersten Woche besuchten nur etwa drei Millionen Menschen die Wiesn, das waren etwa 300 000 weniger als 2014. Vor zwei Jahren wurden zur Wiesn-Halbzeit sogar noch schätzungsweise 3,5 Millionen Besucher auf dem weltgrößten Volksfest gezählt.

Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid (CSU) sieht im diesjährigen Oktoberfest "eine gemütliche Herbstwiesn". Er findet die Stimmung "entspannt und gelassen". Für den Rückgang von rund zehn Prozent machten die Verantwortlichen vor allem das durchwachsene Wetter verantwortlich. Auch seien Gäste aus dem benachbarten Ausland nur eher "zögerlich" gekommen.

Ausländische Touristen auf der Wiesn

Una giornata alla festa della birra

Am gestrigen Samstag allerdings war nach allgemeinem Empfinden so viel los wie eh und je am mittleren Wiesn-Wochenende.

Auf dem historischen Oktoberfest, der Oiden Wiesn, wurden 265 000 Besucher gezählt, im Vorjahr waren es 269 000.

Was gegessen und getrunken wurde

Die Ochsenbraterei meldet , dass bisher 55 Ochsen verspeist worden seien. 2014 waren es zu dem Zeitpunkt 60. In der Kalbsbraterei gingen 22 Tiere weg, fünf weniger als im Vorjahr. Ein Faktor dabei könnte aber auch sein, dass immer mehr Wiesn-Besucher fleischlos essen wollen.

Der Bierkonsum ist nach Aussagen der Wiesn-Wirte um etwa zwei Prozent zurückgegangen. Sie sind deutlich weniger von dem Rückgang betroffen als etwa die Schausteller.

Einen erstaunlichen Zuwachs gab es beim versuchen Klau von Bierkrügen. Das Ordnerpersonal sammelte nach Angaben der Stadt 50 000 Krüge ein, die Gäste eigentlich mitnehmen wollten. Im Vorjahr waren es zu dem Zeitpunkt 28 300.

Was die Sanitäter melden

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) registrierte zur Halbzeit 318 Patienten, die mit Alkoholvergiftung auf der Sanitätsstation gelandet sind, überwiegend im Alter von 18 bis 30 Jahren. Im Vorjahr waren es 371. Die Zahl der Jugendlichen unter 16 Jahren lag in diesem Zusammenhang bei neun, das sind drei mehr als 2014.

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Manche Patienten kommen in Handschellen, andere ohne Namen. Blasenpflaster gibt es gratis und Bierleichen haben einen Codenamen. Ein Tag Wiesnwahnsinn auf der Sanitätsstation des Oktoberfests.   Von Anna Fischhaber

Insgesamt wurden 1650 Patienten ärztlich behandelt (Vorjahr: 1846). "Schwerpunkte waren chirurgische Weichteilverletzungen, zum Beispiel Schnitte an Händen und Füßen sowie Riss-, Quetsch- und Schürfwunden nach Stürzen" berichtet BRK-Sprecher Peter Behrbohm.

Was im Fundbüro aufgetaucht ist

Das Wiesn-Fundbüro zählte bis Samstagabend 1040 Fundsachen (2014: 1.395). Darunter waren 180 Ausweise, 150 Geldbeutel, 90 Brillen, 10 Kameras, ein Rollstuhl, Bettwäsche von der Polizeigewerkschaft, eine Reitpeitsche, eine Klobürste, ein Clown-Kostüm und ein Gebiss.

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