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Müll entlang der Isar:Umweltgau am Flaucher

Müll und Scherben an der Isar: Die verspätete Grillsaison hat auch eine hässliche Seite. Das Problem in Bildern.

Berthold Neff

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Grillen an der Isar - Müll am Flaucher

Quelle: SZ

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Müll und Scherben an der Isar: Die verspätete Grillsaison hat auch eine hässliche Seite. Der Dreck an der Isar in Bildern.

Knapp 30 Millionen Euro lassen es sich Stadt und Freistaat kosten, die Isar zu renaturieren. Sie soll auf ihrem Weg durch die Stadt wieder als Wildfluss erkennbar sein und mit neuen, abgeflachten Kiesufern für die Münchner zugänglicher werden. Und nicht zuletzt hofften die Planer, auch das Problem der massiv auftretenden Griller damit zu entzerren, denn auf einigen der neuen Kiesbänke am Flaucher ist das Brutzeln auf Holzkohle oder Gas freigegeben. Die Realität indes ...

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... ist ernüchternd: Barfuß lässt sich die Natur hier nicht mehr erleben, denn der Kies ist von zahllosen Scherben und Kronkorken durchsetzt und somit gerade für Kinder nicht mehr betretbar.

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Die zerbrochenen Flaschen und der Müll sind die Hinterlassenschaft Tausender Griller, die jetzt - nachdem der Sommer doch noch begonnen hat - in den Flaucher einfallen.

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Viele von ihnen benehmen sich zwar zivilisiert. Sie nutzen die 82 Müll-Gitterboxen, die zwölf Grillkohlebehälter und die 13 Spender mit Gassibeuteln für Hundekot und benutzen durchaus die neun mobilen, kostenlosen WC-Anlagen. Wenn aber ...

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... zuviel Alkohol ins Spiel kommt, ufert der Grillspaß bei manchen schnell aus. Sie knallen die Flaschen achtlos auf die Kieselsteine und denken nicht daran, vor dem Aufbruch aufzuräumen.

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Nach heißen Wochenenden sammeln die zehn Mitarbeiter einer vom Baureferat beauftragten Privatfirma bis zu 15 Kubikmeter Müll am Flaucher ein. Von den 120.000 Euro, die sich die Stadt den Reinigungsdienst entlang der Isar kosten lässt, entfällt etwa ein Drittel auf den Flaucher.

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Dabei, so Pressesprecherin Dagmar Lezuo vom Baureferat, versucht der Räumdienst durchaus, "die Scherben und Kronkorken im Handbetrieb gezielt aufzuklauben", aber es sei unmöglich, alle zu finden.

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Um das Vermüllen des Flauchers einzudämmen, hat das Baureferat schon im vorigen Jahr damit begonnen, reißfeste Tragebeutel an die Griller zu verteilen, damit diese, was sie mitgebracht haben, auch wieder mitnehmen.

Schließlich ist der gesamte Isarlauf im Stadtgebiet Landschaftsschutzgebiet, beschlossen vom Stadtrat im Oktober 1964.

Im Bild: Ein vergessener BH.

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Wer gegen die hier geltenden Regelungen verstößt - also zum Beispiel ein Bodenfeuer entfacht - muss mit einem Verwarnungsgeld von 35 Euro oder aber mit einem Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit rechnen.

Eine solche Geldbuße, die sich nach dem Strafenkatalog des Bayerischen Naturschutzgesetzes richtet, ist höher als das Verwarnungsgeld. In diesem Sommer, der ja bis vor kurzem vor allem verregnet war, gab es bisher weniger Verwarnungen als 2003, dem "Jahrhundertsommer".

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Damals kassierten die Ordnungsbehörden (die städtische Naturschutzwacht und die Polizei) von 50 Personen Verwarnungsgeld, außerdem wurden 14 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet.

Die Naturschutzwacht, die der Unteren Naturschutzbehörde unterstellt ist, ist mit bis zu drei Mitarbeitern am Flaucher unterwegs, außerdem patrouilliert dort eine vom Baureferat beauftragte Sicherheitsfirma mit etwa zehn Leuten.

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Sie sind wochentags von Mittag bis Mitternacht unterwegs und treten ihren Dienst an Wochenenden schon um zehn Uhr vormittags an. Sie werden, so versichert Pressesprecherin Dagmar Lezuo, kaum mit Beschwerden konfrontiert und vermelden heuer auch keine besonderen Zwischenfälle.

Im Bild: Unterwasser-Salat

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Einige Anwohner jedoch, die sich vor allem durch den Rauch belästigt fühlen, würden das Grillen am Flaucher am liebsten ganz verbieten. Ihr Antrag, den sie 2008 bei der Sendlinger Bürgerversammlung stellten, ging dort in Rauch auf.

(Text: SZ vom 26.08.2009/pfau) Fotos: Catharina Hess; Andreas Heddergott

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