Mordfall Dirk P. Verdächtiger hortete Waffen in der Garage

Neues im Mordfall Dirk P.: In der Garage des Hauptverdächtigen hat die Polizei Schusswaffen gefunden. Zudem versuchte der 40-Jährige, Käufer für einen Audi A8 zu gewinnen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Hauptverdächtigen im Mordfall Dirk P. sind mehrere Schusswaffen und eine Vielzahl an Munition gefunden worden, die der 40-Jährige Hausmeister illegal besitzt. Ob sich darunter auch die Tatwaffe befindet, ist noch nicht bekannt, teilte die Münchner Polizei mit.

Dirk P. ist ermordet worden.

(Foto: Foto: oh)

Die Waffen waren in einer als Büro genutzten Garage bei der Wohnung des Verdächtigen in München Laim gefunden worden.

Der Hausmeister hatte zudem wiederholt versucht, Kaufinteressenten für einen Audi A 8 zu gewinnen, so die Polizei. Dirk P. besaß einen solchen Wagen und wollte ihn über das Internet verkaufen.

Bislang ist immer noch nicht bekannt, wo sich die Tat ereignet hat. Nach einer Bewertung aus Sicht des Instituts für Rechtsmedizin der LMU München wurden die tödlichen Schüsse auf das Opfer am Tag seines Verschwindens - also am Donnerstag, den 14. Januar 2010, abgefeuert.

Der 36-jährige Manager Dirk P. hatte an diesem Donnerstag gegen 9:30 Uhr seine Wohnung am Prinzregentenplatz in Bogenhausen verlassen und wollte sich mit Kaufinteressenten für seinen Audi A8 treffen. In seinem Büro in der Leopoldstraße in der Nähe des Siegestores kam er aber nicht an.

Entgegen seinen Gewohnheiten meldete er sich auch nicht telefonisch bei seiner Ehefrau, auch zu einem wichtigen Geschäftstermin erschien der Manager nicht. Irgendwann war auch sein Handy ausgeschaltet. Seine Frau meldete ihn als vermisst.

Am Samstag fand die Polizei erst das Auto des Vermissten in Laim, einen Audi A8, später dann den in der Nähe geparkten Lieferwagen, in dem der Manager tot aufgefunden wurde. Er war erschossen worden.

Die Ermittler wurden auf den 40-jährigen Hausmeister aufmerksam, da er über ein Internet-Inserat Kontakt mit P. aufgenommen hatte und der Polizei kein Unbekannter war. Gegen den Mann wurde bereits in mehreren Fällen wegen Vermögensdelikten und Anzeigen wegen Ebay-Betrügereien ermittelt. Auf ihn ist auch der Transporter zugelassen, in dem man die Leiche des Managers fand.

Der Hauptverdächtige will nach Auskunft seines Rechtsbeistandes derzeit keine weiteren Angaben zur Sache bei der Mordkommission München machen.

Es wird weiterhin als möglich erachtet, dass es für die Tatausführung oder zumindest für die Tatplanung einen oder mehrere Mittäter gegeben hat.

Weitere Einzelheiten zu den jetzt neu mitgeteilten Erkenntnissen sowie zum Stand der Ermittlungen sind derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht möglich. Auch werden die ersten Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen frühestens Anfang nächster Woche erwartet.