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Mord an 91-Jähriger:Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Im Mordfall an einer 91-Jährigen aus der Au hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Nähere Angaben zu möglichen Motiven machen die Beamten nicht. Nur so viel: Er soll in einen anderen Fall verwickelt sein.

  • Nach dem Mord an einer 91-jährigen Frau in der Au fasst die Polizei einen Tatverdächtigen. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
  • Verdächtiger soll noch in einen weiteren Fall verwickelt sein.

Tatverdächtige schweigt zu den Vorwürfen

Wenige Tage nach dem Gewaltverbrechen an einer 91 Jahre alten Frau in der Münchner Au hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Gegen den 50-Jährigen sei am Samstag Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Der vorbestrafte Mann aus München sei bereits am vergangenen Freitag festgenommen worden. Der Mann schweigt sich zu den Vorwürfen aus.

Die Polizei äußert sich derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen weder zu ihren Erkenntnissen bezüglich des Tathergangs noch zu weiteren Spuren, die in der Wohnung des Opfers gefunden wurden. Sicher ist nur, dass sich der Mann in der Wohnung der 91-Jährigen aufgehalten hat.

Derzeit ermittelt die Polizei noch in einem weiteren Fall gegen den Mann. Ein Beamter der Spurensicherung war aufmerksam geworden, weil der Fall ihn an einen ähnlichen Vorfall erinnerte: Der Tatverdächtige soll am 16. Juli in der Wohnung einer Münchnerin als Putzmann getarnt eine Schmuckschatulle entwendet haben. Der Abgleich der Spuren führte schließlich zu dem vorbestraften 50-Jährigen. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.

Pflegerin findet die Tote in der Wohnung

Eine Pflegedienstmitarbeiterin hatte am vergangen Dienstag gegen 10.15 Uhr die Leiche der 91-Jährigen in deren Wohnung entdeckt. Die Frau hatte einen Schlüssel zur Wohnung im vierten Stock. Die Tür war ins Schloss gezogen, als sie die Rentnerin besuchen wollte. Die Pflegerin rief einen Arzt, der bei der Untersuchung des Leichnams Hinweise auf einen gewaltsamen Tod entdeckte. Eine noch am selben Abend veranlasste Obduktion ergab, dass es sich tatsächlich um ein Tötungsdelikt handelt.

Den letzten Kontakt mit dem Opfer hatte die Mitarbeiterin des Pflegedienstes am Montag gegen 11.40 Uhr. Für die Polizei war also wichtig zu wissen, ob und wer nach dieser Zeit noch Kontakt zu der Frau hatte. Außerdem suchte die Polizei in der näheren Umgebung der Wohnung nach Hinweisen auf die Tat, durchstöberte etwa mit Stöcken ein nahe gelegenes Gebüsch, durchsuchte Mülltonnen.

© Süddeutsche.de/dpa/bica

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