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Moosgrund:Verkehrswende sieht anders aus

Zu "Argwöhnischer Blick über die Stadtgrenze" vom 2. November:

Die Spaziergänger mögen das abgelegene Gebiet am Moosgrund und am Hüllgraben. Der Lebermoosweg begleitet den überwucherten Bahnkörper der ehemaligen Trasse 5602. Die Bahn braucht die tangentiale Trasse nach Feldkirchen und zur Messe Riem in naher Zukunft für den Güterverkehr vom Brenner. Die Stadtplaner halten für die Wohnbebauung SEM Nordost bislang einen sicheren Abstand, es bleibt reichlich Platz für Abstands- und Ausgleichsflächen. Die Autolobby sieht aber nur die Verbreiterung der M3 als Zubringer zur Autobahn mit dichtem Autoverkehr. Macht man ein Landschaftsschutzgebiet mit Wildwuchs an dieser Trasse zum Fetisch, zahlt man nebenan in Johanneskirchen und Daglfing Milliarden für einen Tunnel und Millionen für eine aufgeweitete TDSK mit mehr zerstörter Landschaft und viel mehr Beton. Verkehrswende und Klimaschutz sehen anders aus: Rekonstruktion der unverbauten Bahntangente, Stadtbahn mit einem S-Bahnhof für den ÖPNV zum neuen Wohngebiet, Erweiterung des Landschaftsschutzgebiets zu beiden Seiten. Das bringt für alle mehr und kostet uns weniger.Wolf Beyer, München

© SZ vom 26.11.2020
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