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Moosach:Ungenügend

Lokalpolitiker drängen, Wlan-Zonen im Stadtbezirk einzurichten

Von Anita Naujokat, Moosach

Zu wenig Kommunikationsmöglichkeiten im öffentlichen Raum: Einen Ausbau von Wlan-Zonen an Plätzen und Schulen im Stadtviertel fordert der Bezirksausschuss auf Initiative der Grünen. Als Standorte schlägt das Gremium den Moosacher Sankt-Martins-Platz, den Moosacher "Stachus", den Bahnhof Moosach samt Bunzlauer Platz sowie den Bereich der U-Bahnstation Westfriedhof vor.

Die Stadtwerke München (SWM) werben auf ihrer Website damit, an 350 Standorten in München und in einigen Gemeinden der Region freies kostenlos zu nutzendes Wlan anzubieten, darunter an mehr als 100 öffentlichen Plätzen, auch an städtischen Einrichtungen, Kliniken und Schulen sowie an mehr als 50 Trambahn-Haltestellen. Doch während sich die Hotspots laut der SWM-Standortkarte in der Innenstadt ballen, finden sich in Moosach gerade einmal einer am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) und einer in der SWM-Zentrale an der Emmy-Noether-Straße 2, die nächstgelegenen sind im Olympiapark und am Leonrodplatz. Selbst Aubing und das Westkreuz im äußersten Westen der Stadt verfügen über mehr Standorte. Die Grünen konstatieren: Der Stadtbezirk Moosach sei unterversorgt. Dabei seien öffentliche Wlan-Zonen Teil der kommunalen Daseinsvorsorge, erinnerte Michael Mayer (Grüne). Sie müssten gerecht über das Stadtgebiet verteilt werden.

Zudem fordern die Stadtteilpolitiker, den Ausbau sicheren Wlans an den städtischen Schulen in Moosach zu beschleunigen. Öffentliches Wlan genüge nicht den Sicherheitsansprüchen für pädagogischen Unterricht, heißt es zur Begründung. Auch ohne Homeschooling müssten Schulen im 21. Jahrhundert in der Lage sein, sinnvoll digitalen Unterricht anzubieten.

Axel Stoßno (FDP) ging der Antrag mit den beiden Punkten noch nicht weit genug. So müsste man als Wlan-Zonen belebtere Standorte wie Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs wählen, wo sich die Menschen aufhielten. Auch beim Schulprogramm geht es ihm zu langsam: Das müsse weitaus ambitionierter weitergehen, forderte er. Das Gremium brachte den Antrag dennoch ohne Ergänzung einstimmig auf den Weg.

© SZ vom 01.06.2021
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