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Moosach:Überraschend starker Zulauf

Berufsschulzentrum an der Riesstraße muss neu ausgerichtet werden

Dem städtischen Berufsschulzentrum an der Riesstraße steht eine größere Umstrukturierung ins Haus. Dies hat zu einer besorgten Anfrage der Bayernpartei an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) geführt, was aus den kaufmännischen Berufsschulen am Standort werde. Sie will wissen, welche Standort-Planungen es gibt, wie der Zeitplan aussieht und ob es nicht sinnvoller und kostengünstiger sei, dort ein kaufmännisches Kompetenzzentrum zu belassen, statt es in eines für Elektro und Information umzuwandeln.

Das 2007 eröffnete Berufsschulzentrum beherbergt in fünf Gebäudeteilen die Berufsschulen für Steuern, Informationstechnik, Büromanagement und Industriekaufleute sowie für Einzelhandel und Medienberufe. Mit Baukosten von mehr als 100 Millionen Euro galt es seinerzeit als einer der größten Schulbauten, die die Stadt München jemals auf den Weg gebracht hatte. 6541 Schüler besuchen die Einrichtungen.

Fest steht nach Auskunft aus dem Referat für Bildung und Sport (RBS), dass ein Teil für die Medienberufe zeitweise in den Osten der Stadt (Am Moosfeld) ausgelagert werden soll. Wie Katharina Rieger, Sprecherin des RBS, der SZ sagte, sei bei der ursprünglichen Konzeption der Gebäudekomplexe nicht planbar gewesen, dass die Schülerzahlen der städtischen Berufsschule für Informationstechnik in solchem Maße zunehmen würden. Ein Ende des Anstiegs sei aufgrund der Zuwächse in diesem Berufssektor nicht abzusehen. Aus diesem Grund würden zusätzliche Räumlichkeiten benötigt, leider stehe in der Stadt aber kein entsprechendes Gebäude zur Verfügung. Zudem wäre ein Umzug jenes Zweigs aufgrund der berufsspezifischen digitalen Infrastruktur mit einem immensen finanziellen Aufwand verbunden.

Um eine sinnvolle Lösung zu finden, die auch langfristig Bestand habe, sei gemeinsam mit den Schulleitungen des Standorts an der Riesstraße eine Strategie zur Umstrukturierung ausgearbeitet worden, teilte die RBS-Sprecherin noch mit. Mehr Einzelheiten könne sie nicht nennen, um der Beantwortung der Stadtratsanfrage nicht vorzugreifen.

© SZ vom 26.03.2020 / anna
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