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Moosach:Schnelles Internet kommt langsam

Zügiger Ausbau nur dort, wo die Bevölkerungsdichte hoch ist

Von Anita Naujokat, Moosach

Der Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet im Stadtbezirk lässt im Vergleich mit den Vierteln innerhalb des Mittleren Rings noch zu wünschen übrig. Dies ist einer Antwort der Stadtwerke München (SWM) und des Referats für Arbeit und Wirtschaft an den Bezirksausschuss zu entnehmen, der sich über den Stand der Versorgung durch M-net erkundigt hatte.

Innerhalb Moosachs sei der Bereich südlich der Dachauer Straße und östlich der S-Bahnlinie 1 bereits seit 2018 und 2019 mit Glasfaser erschlossen, antworten die SWM auf die Anfrage. Nördlich der Dachauer Straße in "Alt-Moosach", wozu auch der "Alte Wirt" und die Pelkovenstraße zählen, habe der Ausbau im Sommer begonnen und werde bis spätestens Ende 2021 abgeschlossen sein. Nicht in der derzeitigen Ausbauphase befinden sich laut SWM allerdings die übrigen Bereiche Moosachs westlich der Bahnlinie.

Die Stadtwerke begründen dies mit der Bevölkerungsdichte. In den ersten beiden Stufen seien die Stadtgebiete mit der höchsten Bevölkerungsdichte im Umfeld des bestehenden Glasfasernetzes eingebunden worden. In den noch nicht erschlossenen Stadtteilen lägen die Bevölkerungsdichte und das Verhältnis der Wohneinheiten pro Gebäude deutlich niedriger, so auch im westlichen Teil Moosachs. Deshalb halten die Stadtwerke einen Ausbau in der bestehenden Form für wirtschaftlich nicht vertretbar.

Das Wohngebiet "Meiller-Gärten" habe offenbar einen anderen Anbieter. Die Eigentümer hätten eine Erschließung mit Glasfaser von den Stadtwerken und M-net abgelehnt. Ob und wie das Netz nach 2021 erweitert wird, werde derzeit zwischen den Stadtwerken München und dem Telekommunikationsanbieter M-net, dessen Hauptgesellschafter die Stadtwerke sind, abgestimmt.

© SZ vom 12.01.2021
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